Revolutionäres Projekt aus Braunschweig soll Weltraumschrott bekämpfen und Satelliten schützen

Ekkehard Scheel
Ekkehard Scheel
2 Min.
Eine Diagramm eines Weltraumstations mit verbundenen Elementen einschließlich eines Satelliten, einer Satellitenschüssel, eines Gebäudes, eines Fahrzeugs, eines Laptops und anderer Objekte, beschriftet mit "Satellitenbedrohungen und Bedrohungen."Ekkehard Scheel

Revolutionäres Projekt aus Braunschweig soll Weltraumschrott bekämpfen und Satelliten schützen

Ein neues Projekt soll die Art und Weise revolutionieren, wie Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn erfasst und verwaltet wird. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat das Start-up OKAPI:Orbits – eine Ausgründung der Technischen Universität Braunschweig (TU Braunschweig) – damit beauftragt, ihr Modell zur Population von Weltraumobjekten (MASTER) zu modernisieren. Die Initiative zielt darauf ab, die Sicherheit und Nachhaltigkeit zukünftiger Weltraummissionen zu verbessern, indem die Bewertung von Kollisionsrisiken präziser wird.

Die Zusammenarbeit baut auf jahrzehntelanger Forschung an der TU Braunschweig auf, wo Expert:innen seit Langem orbitale Trümmerteile und deren Auswirkungen auf den Satellitenbetrieb untersuchen. OKAPI:Orbits wird diese Fähigkeiten nun für institutionelle und kommerzielle Nutzer weltweit ausbauen.

Das MASTER-Modell spielt eine centrale Rolle in der "Zero Debris"-Strategie der ESA, die bis 2030 einen Netto-Anstieg von Weltraummüll durch ihre Missionen verhindern soll. Aktuell stellt das Modell sicher, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit Objekten größer als ein Zentimeter über die gesamte Betriebsdauer eines Satelliten unter 1 zu 1.000 bleibt. Angesichts der zunehmenden Komplexität des Weltraumverkehrs wird das Projekt jedoch die Rechenleistung verbessern, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, das Modell so anzupassen, dass es Trümmer unterschiedlicher Größen und Formen berücksichtigt. Das Team wird zudem neue und historische Daten integrieren, um die Vorhersagen über die Umgebungsbedingungen im Orbit zu verfeinern. Dazu gehört auch die Bewältigung von Bedrohungen durch Anti-Satelliten-Technologien wie kinetische Abfangraketen und bodengestützte Laser, die Länder wie Russland, China und die USA entwickelt haben.

OKAPI:Orbits arbeitet eng mit dem Institut für Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig zusammen, um das Modell effizienter und anpassungsfähiger zu gestalten. Ziel ist es, bessere Werkzeuge für die Kollisionsvermeidung bereitzustellen und die langfristigen Risiken durch Weltraumschrott zu verringern.

Das modernisierte MASTER-Modell wird durch verbesserte Verfolgung von Trümmerteilen und Risikobewertung zu sichereren Satellitenoperationen beitragen. Die Investition der ESA ist Teil einer umfassenderen Initiative, um Weltraummissionen bis 2030 nachhaltiger zu gestalten. Mit leistungsfähigeren Rechenwerkzeugen soll das Projekt Betreibern helfen, sich in einer zunehmend überfüllten orbitalen Umgebung sicherer zu bewegen.

Neueste Nachrichten
Ein lebendiges Fresko an einer Decke, das eine vielfältige Gruppe von realistisch gestalteten Menschen zeigt, einige in traditioneller und andere in moderner Kleidung, umgeben von Skulpturen und verschiedenen Gegenständen, die eine lebendige Szene schaffen.
Filme & Fernsehen 2 Min.

Doppelte Kunstpremiere: Gut Rödinghausen zeigt Neubert und Stipendien-Bewerber:innen

Ein Stipendiat feiert seine Soloschau, sechs Talente kämpfen um Förderung. Warum diese Herbst-Ausstellungen in Rödinghausen ein Muss für Kunstfans sind – und was Sie bei der Eröffnung erwartet.

Eine Ladestation für Elektrofahrzeuge auf einem Parkplatz, umgeben von verschiedenen Geräten, Schildern, Vegetation, Zaun, Verkehrskegeln und einer Brücke im Hintergrund bei bewölktem Himmel.
Technologie 2 Min.

Volkswagen startet mit riesigem Batteriespeicher in den Energiemarkt

Ein 40-Megawattstunden-Speicher revolutioniert Volkswagens Rolle: Vom Autobauer zum Energie-Pionier. Warum das Projekt die Branche aufhorchen lässt.

Eine Gruppe von Kindern spielt mit einem Spielzeugebahn auf einem Bahngleis, umgeben von Häusern und Bäumen, mit Text am unteren Bildrand.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

ICE kollidiert mit Reifen und Kinderspielzeug – Ermittlungen wegen Sabotageverdachts

Ein ICE raste mit 160 km/h in einen Autoreifen und ein Bobbycar. Wer hat die Gleise in Niedersachsen absichtlich blockiert? Die Polizei sucht dringend Zeugen.

Eine Gruppe junger Menschen in Fußballtrikots steht auf einem Fußballfeld und klatscht feierlich mit einer "Ligue 1"-Platte im Hintergrund.
Fußball Global 2 Min.

Wiesbaden Phantoms feiern Aufstieg ihrer jüngsten Talente in die U13-Mannschaft

Mit Smarties als Symbol für Mut und Leidenschaft: Wie die Phantoms ihren Nachwuchs feiern. Ein Fest der Gemeinschaft und des sportlichen Wachstums.

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne."
Wirtschaft 2 Min.

"Besser streiten für die Zukunft": Wie ein neues Buch Klimadebatten revolutioniert

Klimadebatten stecken oft in ausgetretenen Pfaden fest. Dieses Buch zeigt, wie wir sie endlich produktiver führen – und wird auf der Buchmesse Leipzig diskutiert.

Ein Mann im Anzug steht entschlossen vor einer Tür, die mit "Ein demokratischer Wähler" beschriftet ist.
Unterhaltung 1 Min.

Warum Cem Özdemir auf sein Brezel-Tattoo nach dem Grünen-Erfolg verzichtete

Ein Wahlkampf-Gag wird zur Symbolfrage: Während Fans sich Brezel-Tattoos stechen ließen, blieb Özdemir konsequent. Warum die Tattoo-Idee für ihn kein Ferrari-Wert war.

Drei Fußballspieler umarmen sich auf dem Boden und feiern ein Tor, mit jubelnder Menge und schwenkenden Fahnen im Hintergrund, dargestellt in Schwarz-Weiß.
Europäische Ligen 2 Min.

Čovićs Traumtor in der Nachspielzeit krönt sein Bundesliga-Debüt für Bremen

Ein 19-Jähriger schreibt Geschichte: Mit einem Tor in der Nachspielzeit gegen Union Berlin feiert Patrice Čović nicht nur sein Bundesliga-Debüt, sondern auch einen Sieg mit Symbolkraft. Sein Vater, einst Hertha-Profi, erlebte den Moment mit Tränen in den Augen.

Mann in Anzug steht auf Bühne, lächelt und klatscht, mit Schild "The Voice" im Hintergrund.
Promis 2 Min.

Kandidat bei Wer wird Millionär? stellt Günther Jauch bloß – und gewinnt trotzdem 32.000 Euro

Er kritisierte die Fragen, korrigierte Jauch und scheiterte fast an der 16.000-Euro-Marke. Doch dann kam der überraschende Wendepunkt – und ein Telefonat mit Mama rettete den Tag.

Neueste Nachrichten