26 February 2026, 11:45

Bauern im Heidekreis legen mit Traktor-Protesten gegen Diesel-Kürzungen los

Eine Gruppe von Traktoren fährt vor dem Reichstaggebäude in Berlin, Deutschland, vorbei, das mit Fenstern, Säulen und Flaggen geschmückt ist und von Bäumen, Geländern, Pfosten und Planken umgeben ist, mit ein paar Menschen im Hintergrund und einem bewölkten Himmel.

Bauern im Heidekreis legen mit Traktor-Protesten gegen Diesel-Kürzungen los

Landwirte im Heidekreis haben am Montag mit großangelegten Traktordemonstrationen gegen die Sparpläne der Bundesregierung protestiert. Im Mittelpunkt standen die geplanten Kürzungen bei den Agrardiesel-Subventionen. Über 300 Traktoren und Begleitfahrzeuge rollten im Rahmen einer koordinierten Aktion lokaler Bauernverbände durch die Soltauer Innenstadt.

Die Proteste begannen bereits in den frühen Morgenstunden des 15. Januar, als sich rund 220 Traktoren aus Bergen in Bewegung setzten. Unterwegs schlossen sich weitere Fahrzeuge an, während der Konvoi durch Munster, Faßberg und Müden/Örtze fuhr, bevor er in den benachbarten Landkreis zurückkehrte. Organisiert wurde die Aktion vom Celle-Zweig des Landvolk-Landwirteverbandes. Die Traktoren fuhren über die Celler Straße in Soltau ein und verließen die Stadt über die Lüneburger Straße.

In einem separaten Protest im südlichen Landkreis bildeten etwa 220 Traktoren eine fünf Kilometer lange Kolonne, die von Dorfmark/Riepe über Bad Fallingbostel bis nach Walsrode fuhr. Der langsam fahrende Konvoi – mit Tempo 30 – sorgte für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Am Abend parkten Landwirte ihre Traktoren auf und unter Brücken der Autobahnen A7 und A27.

Die Demonstrationen markierten den Auftakt einer ganzen Woche voller Proteste. Weitere Kundgebungen sind für Donnerstag in Hannover und für Samstag, den 13. Januar, erneut im Heidekreis geplant. Viele Teilnehmer werden zudem nach Berlin reisen, um an einer Großdemonstration am Brandenburger Tor teilzunehmen.

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Die Reaktionen der Bevölkerung auf die Proteste fielen gemischt aus: Während einige Anwohner die Landwirte unterstützten, kritisierten andere die Behinderungen durch die langsam fahrenden Konvois.

Die Demonstrationen verliefen friedlich, es gab keine Berichte über Ausschreitungen. Die Landwirte nutzten die Proteste, um ihren Widerstand gegen die geplanten Subventionskürzungen der Regierung deutlich zu machen. In den kommenden Tagen sind weitere Aktionen in der Region zu erwarten.