16 March 2026, 00:29

Lüneburg reformiert Schulen: Gemeinsame Initiative von Stadt und Landkreis für die Zukunft

Eine Wand mit einem Schild, auf dem "Diese Schule ist ein Frieden" steht, umgeben von Pflanzen, einem Metallzaun, einer Fahne, Bäumen, Häusern und einem bewölkten Himmel.

Lüneburg reformiert Schulen: Gemeinsame Initiative von Stadt und Landkreis für die Zukunft

Stadt und Landkreis Lüneburg starten gemeinsame Initiative zur Neuausrichtung der weiterführenden Schulen

Die Stadt und der Landkreis Lüneburg haben eine gemeinsame Initiative gestartet, um die weiterführende Bildung in der Region neu zu gestalten. In einer Reihe von Workshops, die im Februar 2026 beginnen, kommen Pädagog:innen, Politiker:innen und Verwaltungsmitarbeitende zusammen, um einen langfristigen Schulentwicklungsplan zu erarbeiten. Ziel ist es, auf veränderte Schüler:innenzahlen, Förderbedarfe im Bereich der Sonderpädagogik sowie die Schnittstellen zwischen städtischen und ländlichen Schulsystemen zu reagieren.

Der erste Workshop fand am 4. Februar 2026 statt und markierte den Auftakt eines strukturierten Dialogprozesses. Daten, die von der Hansestadt Lüneburg, dem Landkreis Lüneburg und der Beratungsfirma paseo GmbH erhoben wurden, zeigen zentrale Trends auf: Die Zahl der Oberstufler:innen an öffentlich finanzierten Gymnasien sank zwischen den Schuljahren 2021/22 und 2025/26 um 3,86 Prozent. Gleichzeitig variiert der Bedarf an sonderpädagogischer Förderung stark: 2025/26 benötigten 40 Prozent der Hauptschüler:innen, 15,8 Prozent der Oberschüler:innen und 2,2 Prozent der Gymnasiast:innen eine solche Unterstützung.

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Eine weitere Herausforderung stellt die grenzüberschreitende Mobilität der Schüler:innen dar. An einigen Schulen kommt bis zur Hälfte der Kinder und Jugendlichen aus dem Zuständigkeitsbereich anderer Kommunen, was logistische und finanzielle Komplikationen mit sich bringt.

Bis zum Herbst 2026 sind drei weitere Workshops geplant. Die Teilnehmenden werden sich vertieft mit den aufgeworfenen Themen befassen, wobei paseo GmbH die Diskussionen moderiert. Nach der letzten Sitzung erarbeiten die Berater:innen konkrete, finanziell umsetzbare Handlungsempfehlungen für die politischen Verantwortungsträger:innen in Stadt und Landkreis.

Im Mittelpunkt steht die Schaffung eines flexiblen, bedarfsorientierten Systems, das rückläufige Schüler:innenzahlen in einigen Bereichen berücksichtigt und gleichzeitig ausreichend Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf sicherstellt.

Die finalen Vorschläge werden nach Abschluss der Workshop-Reihe der politischen Führung in Lüneburg präsentiert. Die Pläne werden aufzeigen, wie das schulische Angebot an veränderte demografische Entwicklungen, sonderpädagogische Anforderungen und schulübergreifende Besuchermuster angepasst werden kann. Die Empfehlungen müssen dabei Bildungsqualität und Haushaltsvorgaben in Einklang bringen.

AKTUALISIERUNG

Hinter den Kulissen: Tools und Planung für den Schulumbau in Lüneburg

Die gemeinsame Initiative der Stadt und des Landkreises Lüneburg hat eine strukturierte Grundlage. Wichtige Entwicklungen sind:

  • Der Schulgrundsatzausschuss hat Pläne für 14 Kreis- und 7 Stadt-Schulen genehmigt, um zukünftige Strukturen auszurichten.
  • Ein neues Planungsinstrument, Primus Schule, wird Schülerzahlen, Mobilität und Klassenraumnutzung verfolgen, um Entscheidungen zu treffen.
  • Die Software soll Integration, Infrastrukturbedarf und moderne Bildungsanforderungen berücksichtigen.