Philippe Quesnes Le Paradoxe de John feiert skurrile Premiere im Berliner HAU

Mia Stoll
Mia Stoll
2 Min.
Eine Zeichnung eines Theaterauditoriums mit Sitzenden, detaillierten Wanddesigns, einer beleuchteten Decke und dekorativem Text am unteren Rand.Mia Stoll

Philippe Quesnes Le Paradoxe de John feiert skurrile Premiere im Berliner HAU

Philippe Quesnes neueste Produktion Le Paradoxe de John gastiert im Berliner HAU

Die neueste Inszenierung des französischen Regisseurs Philippe Quesne, Le Paradoxe de John, ist im HAU Heidelberg in Berlin angekommen. Die im vergangenen November in Paris uraufgeführte Show verbindet Slapstick-Komik mit beißender Satire auf die Kunstwelt. Für Quesne, der bereits zum achten Mal am HAU zu Gast ist, bringt das Stück sowohl neue Gesichter als auch spielerische Absurdität auf die Bühne.

Im Mittelpunkt der Aufführung steht Isabelle Angotti, die eine Galeristin oder Hausmeisterin spielt und sich durch eine Reihe skurriler Szenen kämpft. An ihrer Seite geben drei Neueinsteiger ihr Debüt in Quesnes Werk: Céleste Brunnquell, Marc Susini und Veronika Vasilyeva-Rije – ein mögliches Zeichen für eine neue kreative Richtung des Regisseurs. Die Produktion verwebt Slapstick-Einlagen, überzogene Situationen und leichtfüßigen Spott über künstlerische Attitüden zu einem unterhaltsamen Ganzen.

Ein markantes Bühnenbild ist Der emanzipierte Zuschauer – ein einfacher Holzklappstuhl, der von der Decke hängt. Obwohl schlicht, wird er wie eine bedeutende Kunstinstallation behandelt. Früh in der Vorstellung wird er mit einer Plastikplane verhüllt, darunter ein Paar Cowboystiefel platziert. Später erhält das Werk den neuen Titel Die Zyste meiner Muster – eine weitere ironische Volte.

Quesnes Arbeit speist sich aus vielfältigen Einflüssen, darunter ein Schaumexperiment des fiktiven "norwegischen Künstlers Jasper" sowie Anklänge an Ray Bradburys Die Mars-Chroniken in früheren Projekten. Originaltexte von Laura Vazquez prägen den skurrilen Ton des Stücks. Nach der Berliner Spielzeit geht die Produktion weiter ins Hamburger Kampnagel.

Le Paradoxe de John führt Quesnes Tradition fort, Humor mit gesellschaftskritischen Untertönen zu verbinden. Mit Slapstick, surrealen Momenten und Kunstwelt-Satire bietet die Inszenierung eine verspielt-pointierte Abrechnung mit der Zeit. Das Berliner und Hamburger Publikum darf sich auf eine schräg-charmante Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kultur freuen.

Neueste Nachrichten
Ein lebendiges Fresko an einer Decke, das eine vielfältige Gruppe von realistisch gestalteten Menschen zeigt, einige in traditioneller und andere in moderner Kleidung, umgeben von Skulpturen und verschiedenen Gegenständen, die eine lebendige Szene schaffen.
Filme & Fernsehen 2 Min.

Doppelte Kunstpremiere: Gut Rödinghausen zeigt Neubert und Stipendien-Bewerber:innen

Ein Stipendiat feiert seine Soloschau, sechs Talente kämpfen um Förderung. Warum diese Herbst-Ausstellungen in Rödinghausen ein Muss für Kunstfans sind – und was Sie bei der Eröffnung erwartet.

Eine Ladestation für Elektrofahrzeuge auf einem Parkplatz, umgeben von verschiedenen Geräten, Schildern, Vegetation, Zaun, Verkehrskegeln und einer Brücke im Hintergrund bei bewölktem Himmel.
Technologie 2 Min.

Volkswagen startet mit riesigem Batteriespeicher in den Energiemarkt

Ein 40-Megawattstunden-Speicher revolutioniert Volkswagens Rolle: Vom Autobauer zum Energie-Pionier. Warum das Projekt die Branche aufhorchen lässt.

Eine Gruppe von Kindern spielt mit einem Spielzeugebahn auf einem Bahngleis, umgeben von Häusern und Bäumen, mit Text am unteren Bildrand.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

ICE kollidiert mit Reifen und Kinderspielzeug – Ermittlungen wegen Sabotageverdachts

Ein ICE raste mit 160 km/h in einen Autoreifen und ein Bobbycar. Wer hat die Gleise in Niedersachsen absichtlich blockiert? Die Polizei sucht dringend Zeugen.

Eine Gruppe junger Menschen in Fußballtrikots steht auf einem Fußballfeld und klatscht feierlich mit einer "Ligue 1"-Platte im Hintergrund.
Fußball Global 2 Min.

Wiesbaden Phantoms feiern Aufstieg ihrer jüngsten Talente in die U13-Mannschaft

Mit Smarties als Symbol für Mut und Leidenschaft: Wie die Phantoms ihren Nachwuchs feiern. Ein Fest der Gemeinschaft und des sportlichen Wachstums.

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne."
Wirtschaft 2 Min.

"Besser streiten für die Zukunft": Wie ein neues Buch Klimadebatten revolutioniert

Klimadebatten stecken oft in ausgetretenen Pfaden fest. Dieses Buch zeigt, wie wir sie endlich produktiver führen – und wird auf der Buchmesse Leipzig diskutiert.

Ein Mann im Anzug steht entschlossen vor einer Tür, die mit "Ein demokratischer Wähler" beschriftet ist.
Unterhaltung 1 Min.

Warum Cem Özdemir auf sein Brezel-Tattoo nach dem Grünen-Erfolg verzichtete

Ein Wahlkampf-Gag wird zur Symbolfrage: Während Fans sich Brezel-Tattoos stechen ließen, blieb Özdemir konsequent. Warum die Tattoo-Idee für ihn kein Ferrari-Wert war.

Drei Fußballspieler umarmen sich auf dem Boden und feiern ein Tor, mit jubelnder Menge und schwenkenden Fahnen im Hintergrund, dargestellt in Schwarz-Weiß.
Europäische Ligen 2 Min.

Čovićs Traumtor in der Nachspielzeit krönt sein Bundesliga-Debüt für Bremen

Ein 19-Jähriger schreibt Geschichte: Mit einem Tor in der Nachspielzeit gegen Union Berlin feiert Patrice Čović nicht nur sein Bundesliga-Debüt, sondern auch einen Sieg mit Symbolkraft. Sein Vater, einst Hertha-Profi, erlebte den Moment mit Tränen in den Augen.

Mann in Anzug steht auf Bühne, lächelt und klatscht, mit Schild "The Voice" im Hintergrund.
Promis 2 Min.

Kandidat bei Wer wird Millionär? stellt Günther Jauch bloß – und gewinnt trotzdem 32.000 Euro

Er kritisierte die Fragen, korrigierte Jauch und scheiterte fast an der 16.000-Euro-Marke. Doch dann kam der überraschende Wendepunkt – und ein Telefonat mit Mama rettete den Tag.

Neueste Nachrichten