04 March 2026, 20:22

Bundesliga führt 70-Prozent-Regel für Club-Finanzen ein – ein historischer Schritt

Eine Gruppe von Männern in grünen T-Shirts steht und hockt auf einem Fußballfeld mit einem Ball davor, ein Torpfosten rechts und ein Hintergrund aus Bäumen, Gebäuden, Pfosten, Fahrzeugen und dem Himmel.

Präsident Göttlich von St. Pauli begrüßt Einführung der Gehaltsobergrenze im deutschen Profifußball - Bundesliga führt 70-Prozent-Regel für Club-Finanzen ein – ein historischer Schritt

Deutscher Profifußball setzt Meilenstein für die Kontrolle der Club-Finanzen in der Bundesliga und 2. Bundesliga

Die 36 Vereine der 1. Bundesliga und 2. Bundesliga haben einen bedeutenden Schritt zur Regulierung ihrer Finanzen unternommen: Künftig dürfen die Mannschaftsetats maximal 70 Prozent der Einnahmen eines Clubs betragen. Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, begrüßte die Entscheidung als entscheidende Maßnahme für finanzielle Stabilität und faire Wettbewerbsbedingungen.

Die neue Regelung wurde am 3. März 2026 offiziell verkündet und tritt im Sommer desselben Jahres in Kraft. Anders als die starren Gehaltsgrenzen im US-Sport knüpft das deutsche Modell die Ausgaben direkt an die individuellen Erträge der Vereine. Demnach dürfen die Clubs nicht mehr als 70 Prozent ihrer Einnahmen für Gehälter und Personalkosten aufwenden.

Göttlich sieht darin einen wichtigen ersten Schritt, hält aber weitere Maßnahmen für denkbar. Er regt an, zusätzliche Instrumente wie Kadergrößenbegrenzungen oder strengere Gehaltsdeckel zu prüfen, um die finanzielle Disziplin weiter zu stärken. Die Entscheidung folgt wachsenden Bedenken wegen übermäßiger Ausgaben und deren langfristigen Folgen für die bundesliga spiele.

Sämtliche Vereine der beiden höchsten Spielklassen stimmten für die Reform. Ziel der Regel ist es, finanzielle Überdehnung zu verhindern, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Teams innerhalb ihrer Möglichkeiten einzuschränken.

Die 70-Prozent-Grenze markiert einen Wandel in der finanziellen Steuerung des deutschen Fußballs. Die Clubs unterliegen nun strengeren Ausgabenkontrollen, was das Risiko von Instabilität verringert. Die Maßnahme soll ein ausgewogeneres und nachhaltigeres Umfeld für den Wettbewerb in bundesliga und 2. Bundesliga schaffen.

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