17 February 2026, 17:17

Crowdfunding für Markus W. nach falscher Antisemitismus-Beschuldigung durch Gil Ofarim

Ein hellgelbes Plakat mit einem weißen Rand, das eine Gruppe von verschiedenen, lühenden Menschen und den fetten Text "Arbeitgeber spart auf Kosten der Gesellschaft" zeigt.

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Crowdfunding für Markus W. nach falscher Antisemitismus-Beschuldigung durch Gil Ofarim

Eine Crowdfunding-Kampagne ist gestartet, um Markus W. zu unterstützen – den Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich von Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt wurde. Die Initiative folgt auf Ofarims jüngsten Sieg bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, für den er 400.000 Euro erhielt. Währenddessen hat Ofarim die vereinbarten 20.000 Euro Entschädigung aus dem außergerichtlichen Vergleich mit W. noch immer nicht gezahlt.

Der Fall begann 2021, als Ofarim ein virales Video veröffentlichte, in dem er Markus W. vorwarf, ihm in einem Leipziger Hotel aus antisemitischen Gründen die Bedienung verweigert zu haben. Spätere Ermittlungen entlasteten W. und zeigten, dass die Anschuldigung haltlos war. Im November 2023 entschuldigte sich Ofarim vor Gericht und willigte ein, 20.000 Euro Schadensersatz sowie eine Strafe von 10.000 Euro zu zahlen.

Seitdem hat sich die öffentliche Meinung zugunsten von W. gewandt, besonders nachdem er in Interviews – unter anderem mit der Zeit – offen über den Vorfall sprach. Seine Geschichte erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, als Ofarim die Reality-Show gewann und dabei 100.000 Euro Preisgeld sowie eine Teilnahmepauschale von 300.000 Euro erhielt. Ofarims Anwalt erklärte, die ausstehenden 20.000 Euro würden gezahlt, sobald flüssige Mittel verfügbar seien.

Als Reaktion startete Influencer Sanijel Jakimovski eine Crowdfunding-Aktion für W. auf TikTok. Dieser zeigte sich dankbar für die Unterstützung. W. plant, einen Teil der Spenden an HateAid, eine Organisation gegen Hass im Netz, sowie an die Leipziger Initiative Minilöwen für frühgeborene und kranke Neugeborene zu spenden. Ein weiterer Teil soll für gemeinsame Zeit mit seiner Familie verwendet werden.

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Die Crowdfunding-Kampagne unterstreicht die anhaltende öffentliche Solidarität mit Markus W., der mittlerweile weithin als das unschuldige Opfer des Konflikts gilt. Während die ausstehende Zahlung Ofarims weiterhin offen ist, lenkt W. die gespendeten Gelder an gemeinnützige Zwecke und persönliche Bedürfnisse. Der Fall wirft weiterhin Fragen nach Verantwortung und digitaler Hetze auf.