07 March 2026, 14:27

Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg wird 101 – ein Leben gegen das Vergessen

Ein Steinplakette an einer Wand mit eingraviertem Text, umgeben von Pflanzen unten, wahrscheinlich ein Holocaust-Mahnmal.

Glückwunsch zum 101. Geburtstag von Albrecht Weinberg - Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg wird 101 – ein Leben gegen das Vergessen

Der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg hat seinen 101. Geburtstag gefeiert. Die Landesregierung von Niedersachsen würdigte sein lebenslanges Engagement, junge Menschen über die Schrecken des Nationalsozialismus aufzuklären. Seit 2012 erreichte seine Arbeit über 1.000 Schulen und sorgt dafür, dass die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät.

Weinberg überlebte im Nationalsozialismus drei Konzentrationslager – Auschwitz, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen. Fast seine gesamte Familie wurde vom Regime ermordet. Nach seiner Befreiung widmete er Jahrzehnte lang sein Leben öffentlichen Vorträgen über seine Erlebnisse, mit dem Schwerpunkt, Antisemitismus und rechtsextreme Ideologien zu bekämpfen.

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2012 kehrte er in seine Heimat in Ostfriesland zurück und begann, Schulen in ganz Niedersachsen zu besuchen. Seine Gespräche wurden zu einem Grundpfeiler der historischen Bildung in der Region. Im vergangenen Jahr machte er Schlagzeilen, als er sein Bundesverdienstkreuz an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zurückgab – ein Protest gegen den wachsenden Einfluss rechtsextremer Kräfte in Deutschland.

Ministerpräsident Olaf Lies lobte Weinbergs Einsatz als unverzichtbar für die Bewahrung von Demokratie, Freiheit und Menschlichkeit. Lies betonte zudem, wie sein Wirken die Werte der Menschenwürde, des Respekts und der gemeinsamen Verantwortung in der Gesellschaft stärkt.

Anlässlich seines 101. Geburtstags ehrten Politiker und Pädagogen Weinbergs Lebenswerk. Sein anhaltendes Engagement für Bildung und Aktivismus bleibt eine kraftvolle Stimme gegen Hass und Intoleranz. Die Anerkennung durch die Landesregierung unterstreicht die nachhaltige Wirkung seiner Arbeit für kommende Generationen.

Quelle