11 February 2026, 15:51

Tierheim für Problemhunde kämpft gegen Schließung und 25.000-Euro-Nachforderung

Ein Tier steht in der Mitte des Bildes, mit Bäumen im Hintergrund und einem Schutzraum öber.

Tierheim für Problemhunde kämpft gegen Schließung und 25.000-Euro-Nachforderung

Die Hellhound Foundation, ein Zufluchtsort für schwierige Hunde in Hörpel, kämpft ums Überleben. Der Tierheimverein steht vor einer Nachforderung in Höhe von 24.897,36 Euro vom Energieversorger EWE – ohne dringend benötigte Spenden könnte die seit 20 Jahren bestehende Einrichtung ihre Türen für immer schließen müssen.

Um die Schulden zu begleichen und den Betrieb aufrechtzuerhalten, hat die Organisation eine GoFundMe-Kampagne gestartet. Bisher kamen 6.695 Euro von 231 Spendern zusammen, darunter eine Einzelspende über 500 Euro als höchste Zuwendung.

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Die Probleme begannen, als EWE eine Nachzahlung für den Stromverbrauch des Jahres 2022 forderte. Warum der Verbrauch damals stark anstieg, blieb ungeklärt – obwohl auf dem Gelände drei leistungsstarke Geräte betrieben werden. Zwar traf kürzlich eine anonyme Spende von 20.000 Euro ein, doch reicht das noch nicht aus, um die Lücke zu schließen.

Zusätzlichen Druck übt der Verlust des Nutzungsvertrags für das Gelände "De Hun'nenhoff" aus. Pläne für einen Umzug auf ein ehemaliges NVA-Gelände in Bönese stoßen auf Widerstand der lokalen Behörden und einer Bürgerinitiative. Öffentliche Unterlagen, die die Haltung der Kommune oder die Gründe für die Ablehnung belegen, gibt es nicht.

Seit zwei Jahrzehnten spezialisiert sich die Hellhound Foundation auf die Betreuung von beißwütigen und aggressiven Hunden. Viele dieser Tiere sind nicht vermittelbar und bleiben dauerhaft in der Obhut des Tierheims. In Niedersachsen unterliegen als gefährlich eingestufte Hunde einer Erlaubnispflicht – das Risiko wird dabei anhand des Verhaltens und nicht der Rasse bewertet.

Ein Sprecher warnte, dass das Tierheim keine andere Wahl haben könnte, als zu schließen, sollte das Spendenziel nicht erreicht werden. Der Fortschritt der Kampagne bleibt jedoch zäh – die bisher gesammelte Summe liegt weit unter dem Betrag, der nötig wäre, um die Schulden zu tilgen und die Zukunft zu sichern.

Das Überleben der Einrichtung hängt nun von der öffentlichen Unterstützung ab. Wird das GoFundMe-Ziel erreicht, kann die Rechnung beglichen und die wichtige Arbeit fortgesetzt werden. Gelingt das nicht, verschwindet eine der wenigen Anlaufstellen für Problemhunde in der Region. Während die Debatte über gefährliche Hunde weiter emotional geführt wird, steht jetzt vor allem eines im Fokus: das Tierheim retten.