Siemens revolutioniert Instandhaltung mit KI-gestützter Predictive-Maintenance-Lösung

Lidia Hartung
Lidia Hartung
2 Min.
Drei Männer in einer Fabrik inspizieren eine große Maschine, umgeben von verschiedenen Werkzeugen und Geräten.Lidia Hartung

Siemens revolutioniert Instandhaltung mit KI-gestützter Predictive-Maintenance-Lösung

Siemens stellt auf der Hannover Messe 2024 neuen prozentrechner für industrielle Instandhaltung vor

Siemens hat auf der diesjährigen Hannover Messe eine innovative generative KI-Lösung für die industrielle Instandhaltung präsentiert. Die Technologie soll die Reaktionszeiten bei Wartungsarbeiten verkürzen und die Effizienz in Fertigungs- und Verarbeitungsbetrieben steigern.

Das System baut auf der bestehenden Plattform Senseye Predictive Maintenance auf, die nun mit erweiterten Funktionen und KI-gestützten Fähigkeiten ausgestattet wurde.

Das aktuelle Angebot umfasst zwei Pakete: Starter und Scaling. Das Starter-Paket bietet KI-gestützte Reparaturanleitungen und grundlegende präventive Analysewerkzeuge, die Unternehmen den Übergang von reaktiver zu zustandsbasierter Instandhaltung erleichtern.

Das Scaling-Paket geht einen Schritt weiter, indem es Sensey Predictive Maintenance mit dem vollständigen Maintenance Copilot kombiniert. Diese Integration unterstützt sowohl präventive als auch voraussagende Strategien, sodass Unternehmen Reparaturen optimieren, Ausfälle vermeiden und Abläufe effizienter gestalten können.

Erste Pilotprojekte zeigen bereits deutliche Vorteile. Tests mit dem Siemens Industrial Copilot ergaben eine durchschnittliche Reduzierung der Reaktionszeiten bei Wartungsarbeiten um 25 Prozent. Erfolgreiche Einsätze gab es unter anderem in einer Unilever-Fabrik in Großbritannien, wo die Stillstandszeiten 2024 um 30 Prozent sanken, sowie in einem BMW-Werk in Deutschland, wo KI-basierte Analysen 2025 die Wartungsprognosen verbesserten.

Seit 2020 baut Siemens Senseye weltweit aus und nutzt dabei die Cloud-Infrastruktur von Microsoft Azure für Echtzeitanalysen. Die Lösung kommt mittlerweile in der Fertigungsindustrie Europas, Nordamerikas und Asiens zum Einsatz. Darüber hinaus beschleunigen die generativen KI-Tools des Unternehmens die Erstellung von SCL-Code um bis zu 60 Prozent – ein Effizienzgewinn für die gesamte Wertschöpfungskette.

Die neue Lösung ist Teil der umfassenden Bestrebungen von Siemens, industrietaugliche KI-Assistenten zu entwickeln. Diese sollen die Produktivität steigern und un geplante Stillstände in Fabriken weltweit minimieren.

Die erweiterte Senseye-Plattform und der Maintenance Copilot stehen nun für den globalen Einsatz bereit. Unternehmen, die die Technologie einführen, können mit schnelleren Reparaturen, präziseren Vorhersagen und geringeren Betriebskosten rechnen.

Siemens arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung seiner KI-gestützten Instandhaltungslösungen und plant weitere Updates für die industrielle Automatisierung und Prozessoptimierung.

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