16-Jähriger fährt Lkw auf der A7 – Firma vernachlässigte Führerschein-Check
Ekkehard Scheel16-Jähriger fährt Lkw auf der A7 – Firma vernachlässigte Führerschein-Check
16-Jähriger als Lkw-Fahrer auf der A7 erwischt – Firma im Handelsregister steht wegen mangelnder Überprüfung in der Kritik
Ein 16-jähriger Junge wurde auf der Autobahn A7 am Steuer eines Firmentransporters gestoppt, nachdem er sein Alter belogen hatte, um den Job zu bekommen. Die Polizei hielt das Fahrzeug am 10. Februar 2026 in der Nähe des Autobahnkreuzes Seesen an und deckte so die Täuschung auf. Der Vorfall führte zu strafrechtlichen Ermittlungen gegen den Geschäftsführer des Logistikunternehmens, weil er die Fahrereignung nicht ausreichend geprüft hatte.
Der Jugendliche hatte gerade seine erste Schicht bei einem Logistikbetrieb in Schleswig-Holstein begonnen, als Beamte der Autobahnpolizei Hildesheim den Mercedes Sprinter an der A7 in Richtung Kassel kontrollierten. Der Transporter wurde für Nachtkurierdienste eingesetzt.
Bei der Kontrolle konnte der Fahrer keinen Ausweis vorlegen. Weitere Überprüfungen ergaben, dass er erst 16 Jahre alt war und fälschlicherweise behauptet hatte, volljährig zu sein. Der Geschäftsführer des Unternehmens hatte weder einen Führerschein angefordert noch das Alter des Bewerbers vor der Einstellung in das Unternehmensregister überprüft.
Die Behörden leiteten daraufhin Ermittlungen gegen die Einstellungspraxis des Unternehmens ein. Dem Geschäftsführer drohen nun Strafverfahren wegen Fahrlässigkeit bei der Überprüfung der Fahrerlaubnis.
Der Fall zeigt gravierende Mängel bei grundlegenden Beschäftigungsprüfungen in der Logistikbranche auf. Dem jungen Fahrer selbst drohen Konsequenzen für sein Handeln. Seit dem Vorfall wurden keine branchenweiten Änderungen bei den Überprüfungsverfahren bekannt.
