"Das crazygames" krönt sich zum Jugendwort des Jahres 2025
"Das crazygames" ist Jugendwort des Jahres 2025
Das Jugendwort des Jahres 2025 steht fest: "Das crazygames". Der Begriff setzte sich in einer Online-Abstimmung unter Jugendlichen zwischen 11 und 20 Jahren durch. Die Bekanntgabe erfolgte auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.
"Das crazygames" dient als universeller Ausdruck für Momente, in denen man sprachlos ist oder schlicht keine Lust auf eine ausführliche Antwort hat. Die Wahl des Begriffs unterstreicht einen wachsenden Trend unter jungen Menschen, Sprache zu verkürzen und zu vereinfachen.
Zu den weiteren nominierten Wörtern zählten "Rubbeln" – ein Slangausdruck für ausgedehnte Sessions der Selbstbefriedigung oder übermäßigen Pornokonsum – sowie "Bitte was?", eine scherzhafte Nachfrage nach Klarstellung. Doch nicht alle stehen dem jährlichen Wettbewerb positiv gegenüber; Kritiker hinterfragen regelmäßig dessen Bedeutung.
Als ironische Gegenreaktion auf die Jugendwort-Tradition rief der TikToker und Webvideo-Produzent Levi Penell das "Boomer-Wort des Jahres" ins Leben. Für 2024 wurde "Baujahr" gekürt – ein veralteter Ausdruck, um das Geburtsjahr einer Person zu umschreiben.
Der Linguist Nils Bahlo sieht in der Jugendsprache eine treibende Kraft für die Entwicklung moderner Kommunikation. Seiner Meinung nach prägen diese sich wandelnden Ausdrücke maßgeblich, wie sich Sprache über die Zeit verändert.
Das Jugendwort 2025 zeigt, wie junge Menschen Sprache für schnelle, lockere Gespräche anpassen. Zwar belächeln manche den Wettbewerb, doch sein Einfluss auf den alltäglichen Sprachgebrauch bleibt spürbar. Die jährliche Abstimmung entfacht weiterhin Debatten über generationenübergreifende Unterschiede in der Kommunikation.
