BLSK schließt Filiale: 1.500 Kunden müssen Schließfächer selbst umlagern
H.-Dieter HuhnBLSK schließt Filiale: 1.500 Kunden müssen Schließfächer selbst umlagern
Die Braunschweigische Landessparkasse (BLSK) stellt ihren Standort in der Dankwardstraße ein, wodurch rund 1.500 Kunden ihre Schließfächer umlagern müssen. Die Bank bietet zwar Ersatzkapazitäten in ihrer Filiale am Bürgerpark an, erwartet aber, dass die Kunden den Transport ihrer Wertgegenstände selbst organisieren.
Mit der Schließung der Dankwardstraße-Filiale sind die Betroffenen gezwungen, ihre Sachen in die Niederlassung am Bürgerpark zu verlegen. Um den Übergang zu erleichtern, hat die BLSK Maßnahmen eingeführt, darunter verlängerte Fristen, zusätzliches Personal an beiden Standorten sowie die Möglichkeit, private Termine mit einem sicheren Transportdienst zu vereinbaren.
Die SPD-Fraktion übt scharfe Kritik am Vorgehen der Bank und wirft ihr vor, besonders schutzbedürftige Kunden unzumutbar mit finanziellen und sicherheitstechnischen Belastungen zu konfrontieren. Besonders besorgniserregend sei die Situation für ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen, die mit der Logistik und den Risiken des Werttransportes überfordert sein könnten. Die SPD fragte nach, welche konkrete Unterstützung die BLSK leiste – etwa bei der Organisation oder bei Sicherheitsgarantien.
Um Doppelgebühren zu vermeiden, können Kunden vor der Kündigung ihres Vertrages in der Dankwardstraße ein neues Fach am Bürgerpark anmieten. Allerdings gibt die Bank keine Auskunft darüber, wie viele Schließfächer insgesamt in ihren Filialen verfügbar sind oder ob andere Standorte ähnliche Angebote bereithalten.
Von der Schließung betroffen sind etwa 1.500 Kontoinhaber, die nun selbst für die Organisation und Bezahlung des Umzugs ihrer Wertsachen aufkommen müssen. Die BLSK betont zwar, ihr Umzugskonzept biete Sicherheit und Flexibilität, doch die Kunden müssen den Prozess largely in Eigenregie bewältigen.
