RWE baut in Lingen zwei 100-Megawatt-Elektrolyseure für grünen Wasserstoff

Ekkehard Scheel
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Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.Ekkehard Scheel

RWE baut in Lingen zwei 100-Megawatt-Elektrolyseure für grünen Wasserstoff

RWE hat einen bedeutenden Schritt in Richtung seiner Ziele für grünen Wasserstoff gemacht: In Lingen entstehen zwei neue Elektrolyseanlagen mit je 100 Megawatt Leistung. Die mit Windenergie aus der Nordsee betriebenen Anlagen sind Teil des Vorhabens des Konzerns, bis 2030 eine Elektrolysekapazität von 2 Gigawatt aufzubauen. Die Lieferung der Spitzentechnologie übernehmen ITM Power und Linde Engineering.

Den Grundstein für das Projekt legte RWE bereits im Dezember 2021, als das Unternehmen Linde Engineering und ITM Power für das GET H2 Nukleus-Projekt voraussewählte. Nun wurden zwei Verträge unterzeichnet, die jeweils 100 Megawatt PEM-Elektrolyseure umfassen. Diese werden die derzeit größten im Bau befindlichen PEM-Elektrolyseure weltweit sein und als erste das neue 10-Megawatt-Standardmodul von Linde Engineering und ITM Power nutzen.

Die Anlagen setzen auf fortschrittliche MEP-30-bar-Elektrolysezellenstapel, die eine hohe Effizienz bei der Wasserstoffproduktion gewährleisten. Beide Standorte entstehen auf dem RWE-Gelände in Lingen und sind direkt an die Offshore-Windenergie aus der Nordsee angebunden. Dennis Schulz, Vorstandsvorsitzender von ITM Power, bezeichnete die Auswahl als "wichtigen Meilenstein" für das Unternehmen und einen "entscheidenden Schritt hin zur Großserienfertigung".

Das Projekt ist nur eines von zahlreichen großen Vorhaben für grünen Wasserstoff, die seit 2022 angekündigt wurden. Dazu zählen unter anderem Siemens Energys 100-Megawatt-Elektrolyseur in Chile, Nels 200-Megawatt-Anlage in Norwegen und Plug Powers 500-Megawatt-Ausbau in Nordamerika. Auch Thyssenkrupp und Cummins entwickeln Projekte in Europa und Asien mit Kapazitäten zwischen 50 und 500 Megawatt, um die Dekarbonisierung der Industrie voranzutreiben.

Die beiden 100-Megawatt-Anlagen bringen RWE seinem Ziel von 2 Gigawatt Elektrolysekapazität bis 2030 näher. Sobald sie in Betrieb sind, werden sie zur Versorgung mit grünem Wasserstoff in Deutschland beitragen – und damit sowohl die Energiewende als auch die industriellen Klimaschutzbemühungen unterstützen. Für ITM Power markiert das Projekt zudem einen wichtigen Schritt bei der Hochskalierung seiner Elektrolysetechnologie.

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