Nubbel brennt: Köln verabschiedet den Karneval 2025 mit uraltem Ritual
H.-Dieter HuhnNubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Nubbel brennt: Köln verabschiedet den Karneval 2025 mit uraltem Ritual
Aschermittwoch in Köln: Die Straßen füllen sich, wenn der Nubbel brennt
Am Aschermittwoch strömten die Menschen auf Kölns Straßen, um einem jahrhundertealten Brauch beizuwohnen: dem Verbrennen des Nubbel. Mit diesem Ritual endet der Karneval 2025, und die Fastenzeit 2025 beginnt. Die aus Stroh gefertigte Figur, die während der Feierlichkeiten vor Kneipen hängt, trägt symbolisch die Sünden der närrischen Saison in sich, bevor sie in Flammen aufgeht.
Der Nubbel ist tief in der rheinischen Karnevalskultur verwurzelt. Seine Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück, als das Verbrennen einer Strohpuppe die Gemeinschaft von den Ausschweifungen der tollen Tage reinigen sollte. Die oft über Gaststätten-Türen hängende Figur wird zum Mittelpunkt des Treibens, bevor sie ihr feuriges Ende findet.
In Köln findet die Verbrennung in vielen Stadtteilen statt. Einheimische und Besucher versammeln sich, um dem Schauspiel beizuwohnen, das Volksglauben mit dem Gefühl eines gemeinsamen Neuanfangs verbindet. Wenn die Flammen den Nubbel verschlingen, markiert dies den Übergang von ausgelassenem Feiern zur besinnlichen Fastenzeit.
Auch das benachbarte Düsseldorf pflegt einen ähnlichen Brauch mit seiner Strohfigur, dem Hoppeditz. Anders als der Nubbel "ersteht" Hoppeditz jedoch jedes Jahr am 11. November von neuem – wenn die Vorbereitungen für den nächsten Karneval 2026 beginnen. Beide Traditionen unterstreichen das reiche karnevalistische Erbe der Region, in dem Rituale und Ausgelassenheit untrennbar verbunden sind.
Mit dem Verbrennen des Nubbel findet der Kölner Karneval einen spektakulären Abschluss. Während die Figur zu Asche zerfällt, wendet sich die Stadt der Fastenzeit zu. Das Ritual bleibt eine eindrucksvolle Erinnerung an die lebendigen Traditionen der Region, die Geschichte und Gemeinschaftsgeist vereint.
