Fährbetreiber Meine Fähre kämpft um Überleben nach Insolvenzantrag
H.-Dieter HuhnNeue Norderney-Fähre: Reederei stellt Insolvenzantrag - Fährbetreiber Meine Fähre kämpft um Überleben nach Insolvenzantrag
Fährbetreiber Meine Fähre meldet vorläufige Insolvenz nach weniger als zwei Jahren
Der Fährbetreiber Meine Fähre hat nach nicht einmal zwei Jahren Betrieb vorläufige Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das 2024 eine neue Verbindung nach Norderney aufgenommen hatte, steckt in finanziellen Schwierigkeiten, die seine weitere Existenz bedrohen. Trotz der Krise laufen die Fahrten vorerst wie gewohnt weiter, während nach Lösungen gesucht wird.
Gegründet wurde Meine Fähre 2022 mit Unterstützung lokaler Hoteliers und einer Stiftung. Das erste Schiff des Unternehmens, die Meine Fähre 1, entstand für mehrere Millionen Euro in der Werft von Groningen in den Niederlanden. Im Herbst 2024 nahm das Unternehmen den Betrieb auf und brach mit dem Slogan "Flexibel nach Norderney reisen" das langjährige Monopol der Reederei Norden-Frisia.
Doch bereits Anfang 2026 zeichneten sich finanzielle Probleme ab. Als Grund für den Insolvenzantrag gab das Unternehmen eine drohende Illiquidität an. Trotz der Krise bestätigte Meine Fähre, dass alle geplanten Überfahrten zwischen Norderney und Norddeich vorerst wie vorgesehen stattfinden.
Aktuell arbeitet das Unternehmen daran, eine langfristige Lösung zu finden, um die Strecke zu erhalten. Aktuelle Auslastungszahlen der Route wurden von keinem der beiden Anbieter veröffentlicht.
Die Insolvenz gefährdet die Zukunft der Norderney-Verbindung von Meine Fähre. Zwar bleiben die Fähren vorerst im Einsatz, doch das Unternehmen muss nun seine Finanzen stabilisieren. Ob der neue Konkurrent das ehemalige Monopol auf der Inselverbindung weiter herausfordern kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
