Hannover Messe zeigt erstmals Militärtechnik im Defence Production Park
Lidia HartungArmor deb├╝tiert mit eigenem Bereich auf der Hannover Messe - Hannover Messe zeigt erstmals Militärtechnik im Defence Production Park
Hannover Messe führt in diesem Jahr erstmals einen Verteidigungsbereich ein
Die diesjährige Hannover Messe, die mit Bundeskanzler Friedrich Merz und dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva eröffnet wird, präsentiert Brasilien als Partnerland. Neben den bewährten Schwerpunkten Künstliche Intelligenz und Automatisierung umfasst die Leitmesse nun auch einen eigenen Defence Production Park, der militärische Technologien vorstellt.
Der Defence Production Park erstreckt sich über 1.200 Quadratmeter und beherbergt rund 40 Unternehmen aus dem Bereich Rüstungsproduktion. Zu den erwarteten Gästen zählen Rheinmetall-Chef Armin Papperger und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius. Die neue Sektion dient zugleich als Vorgeschmack auf die Defence & Security Equipment International Germany, die für 2027 geplant ist.
Das zentrale Thema der Messe bleibt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Produktion, Automatisierung und Robotik. Rund 3.500 Aussteller – darunter große Technologiekonzerne und über 200 Start-ups – stellen in diesen Bereichen Innovationen vor.
Weltweite Aufrüstung treibt Nachfrage an Seit Anfang 2022 sind die globalen Verteidigungsausgaben stark gestiegen, wobei NATO-Mitglieder ihre Militäretats deutlich aufgestockt haben. Zu den führenden Lieferanten von Waffensystemen zählen die USA, Deutschland, Frankreich, Polen und Südkorea. Gleichzeitig gehören die USA, Polen, Deutschland, die baltischen Staaten und die Ukraine zu den größten Abnehmern von Verteidigungstechnik.
Die Einführung des Defence Production Park markiert einen bedeutenden Wandel für die Hannover Messe. Sie spiegelt die wachsende Nachfrage nach Militärtechnik wider, bleibt aber ihrem traditionellen Fokus auf industrielle Innovation treu. Die Veranstaltung rückt damit sowohl die zivile als auch die militärische Industrie in den Mittelpunkt.
