Energiekrise stoppt Großstahlwerk: Milliardenverluste durch politische Fehlentscheidungen
Ekkehard ScheelEnergiekrise stoppt Großstahlwerk: Milliardenverluste durch politische Fehlentscheidungen
Deutschlands gescheiterte Energiewende zwingt Großstahlwerk zur Produktionspause – Milliardenverluste für die Wirtschaft
Die kriselnde Energiepolitik Deutschlands hat ein großes Stahlwerk zur Einstellung der Produktion gezwungen – mit Milliardenkosten für die Wirtschaft. Anne-Marie Großmann, Geschäftsführerin des Georgsmarienhütten-Werks in Niedersachsen, macht explodierende Strompreise und politische Fehlentscheidungen für die Schließung verantwortlich. Die Krise habe zwei Jahre Wirtschaftswachstum zunichtegemacht und Unternehmen an den Rand des Ruins getrieben.
Das Stahlwerk Georgsmarienhütte, einschließlich seines "grünen Stahl"-Elektrolichtbogenofens, hat den Betrieb wegen unhaltbar hoher Energiekosten eingestellt. Großmann warnt, die deutsche Energiepolitik habe die Wettbewerbsfähigkeit zerstört, während ausländische Konkurrenten keine solchen Hindernisse hätten.
Seit 2019 sind die Strompreise in Deutschland auf das höchste Niveau in der EU gestiegen und werden bis 2026 voraussichtlich bei rund 23 Cent pro Kilowattstunde liegen. Die Kosten für Haushalte sind stark angestiegen, getrieben durch die EEG-Umlage (seit 2000 um 198 Prozent gestiegen), explodierende Netzentgelte durch den Ausbau der Erneuerbaren und hohe CO₂-Zertifikatekosten. Die Industriepreise bleiben im Vergleich zu den USA und China uncompetitiv – die energieintensive Produktion ist um 20 Prozent eingebrochen.
Der deutsche Strom-Großhandelspreis ist auf über 400 Euro pro Megawattstunde hochgeschnellt, nach 130 Euro im Jahr 2019. Das Land hat Kernkraftwerke abgeschaltet, ohne sie durch neue Gaskraftwerke zu ersetzen, was zu Versorgungsengpässen führte. Unterdessen konnten Frankreich, die Niederlande und Polen solche extremen Preissprünge vermeiden. In Deutschland haben Subventionen für Erneuerbare die Kosten um 500 Milliarden Euro aufgebläht – bis 2045 werden es voraussichtlich 8,6 Billionen Euro sein.
Großmann fordert dringende Maßnahmen zur Stabilisierung der Strompreise, Senkung der Netzentgelte und den Einsatz von Erdgas als Übergangslösung. Die Politik müsse endlich Wachstum und Wohlstand priorisieren, bevor weiterer Schaden entstehe.
Die Produktionspause bei Georgsmarienhütte zeigt die realen Folgen des Energiepolitik-Versagens. Mit stillstehender Produktion und schwindender Wettbewerbsfähigkeit drohen dem Land langfristige wirtschaftliche Konsequenzen – es sei denn, Reformen werden schnell umgesetzt. Großmanns Appell unterstreicht die Dringlichkeit, um einen weiteren industriellen Niedergang zu verhindern.
German steel production plummets to 2009 levels as energy crisis deepens
New data reveals Germany's steel production in 2025 reached its lowest level since 2009, driven by weak demand and soaring electricity prices. Key details include:
- 2025 output fell to 38.9 million tonnes, a 12% drop from 2024.
- High energy costs and EU state aid rules blocked relief for electro-steelworks despite a government plan to cap industrial prices at 5 cents per kWh.
- Kerstin Rippel of the steel association warned: 'The current non-competitive electricity prices are a major obstacle to climate-neutral transformation.'
- She called for 'all-in' industrial rates below 60€/MWh by 2026 to secure Germany's steel industry.






