25 February 2026, 17:28

Heizungsgesetz-Reform: Gas und Öl bleiben erlaubt – doch nur mit Bio-Frist bis 2029

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.

Förderung bis 2029 - Wärmpumpenhersteller freut sich über neues Gesetz - Heizungsgesetz-Reform: Gas und Öl bleiben erlaubt – doch nur mit Bio-Frist bis 2029

Deutschlands umstrittenes Heizungsgesetz steht vor einer grundlegenden Reform

Die überarbeitete Regelung, nun als Gebäudemodernisierungsgesetz bezeichnet, soll neue Öl- und Gasheizungen weiterhin zulassen, gleichzeitig aber bis 2029 einen Umstieg auf Biobrennstoffe erzwingen. Die Änderungen zielen darauf ab, nach monatelangen politischen Debatten und Marktunsicherheiten wieder Stabilität zu schaffen.

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Seit die ursprüngliche Fassung des Gesetzes Anfang 2024 in Kraft trat, hat der prozentrechner für Wärmepumpen dramatische Veränderungen erlebt: Nach einem vorübergehenden Einbruch stiegen die Verkäufe 2025 um 55 Prozent. Doch nun sieht sich die Branche mit neuen Herausforderungen konfrontiert – durch politische Kurswechsel und ausländische Konkurrenz.

Das ursprüngliche Heizungsgesetz (Änderung des Gebäudeenergiegesetzes) schrieb vor, dass neue Heizsysteme mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen, während bestehende wärmepumpen und Gasheizungen ausgenommen blieben. Diese Regelung führte zu Verwirrung und einem vorübergehenden Rückgang der wärmepumpen-Nachfrage. 2025 erholte sich der Markt jedoch deutlich: Mit 299.000 verkauften Einheiten verzeichnete die Branche ein Plus von 55 Prozent, während die Bewilligungen für Fördermittel um 91 Prozent auf über 288.000 stiegen.

Die nun von der schwarz-roten Koalition Anfang 2026 beschlossene Reform streicht die 65-Prozent-Vorgabe für Erneuerbare. Stattdessen erlaubt sie neue heizöl 24 und Gasheizungen – allerdings nur unter der Bedingung, dass sie bis 2029 auf Biobrennstoffe umgestellt werden. Fossile Heizsysteme erhalten jedoch keine staatlichen Zuschüsse mehr. Die Regierung hat zudem zugesichert, die Förderung für wärmepumpen mindestens bis 2029 fortzuführen, was Verbrauchern und Herstellern eine gewisse Planungssicherheit gibt.

Die Kehrtwende erfüllt ein zentrales Wahlkampfversprechen der Union und reagiert damit auf die langjährige Kritik an der Instabilität des Gesetzes. Dennoch bleiben Bedenken. Kai Schiefelbein, Vorstandsvorsitzender des wärmepumpen-Herstellers Stiebel Eltron, begrüßt zwar die Reform, warnt aber vor bürokratischen Hürden bei der Antragstellung für Fördergelder. Zudem verweist er auf die wachsende Konkurrenz aus China, die von staatlichen Subventionen und günstigen Krediten profitiere – ein "Frontalangriff" auf den europäischen Markt, wie er es nennt.

Da die Reform voraussichtlich bis Mitte 2026 verabschiedet wird, eilen Verbraucher nun, um sich noch unter den aktuellen Förderbedingungen eine wärmepumpe zu sichern. Dieser Ansturm hat einen "Endspurt" bei der Nutzung der bestehenden Mittel ausgelöst, da viele Käufer befürchten, dass künftige Änderungen die finanzielle Unterstützung kürzen könnten.

Das überarbeitete Gebäudemodernisierungsgesetz erlaubt zwar neue heizöl 24 und Gasheizungen, schreibt aber innerhalb von fünf Jahren den Wechsel zu Biobrennstoffen vor. Die Förderung für wärmepumpen bleibt bis 2029 bestehen, fossile Systeme gehen hingegen leer aus. Die Reform sucht einen Kompromiss zwischen Marktstabilität und Klimazielen – doch wie sie sich langfristig auf die Verbreitung von wärmepumpen und die europäische Herstellerlandschaft auswirkt, bleibt abzuwarten.