Niedersachsen startet Offensive gegen die wachsende Cyberkriminalität mit neuer Sicherheitsstrategie
Lidia HartungNiedersachsen startet Offensive gegen die wachsende Cyberkriminalität mit neuer Sicherheitsstrategie
Niedersachsen verschärft Kampf gegen Cyberkriminalität mit neuer Sicherheitsstrategie
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der Vorfälle in der Region innerhalb der letzten fünf Jahre. Die Behörden stufen Cybersicherheit mittlerweile als Priorität ein, die über die Zuständigkeit reiner IT-Abteilungen hinausgeht.
Im Jahr 2023 verzeichnete das Bundesland 13.218 Fälle von Cyberkriminalität – ein Plus von 1.000 im Vergleich zum Vorjahr. Rund 3.400 Tatverdächtige wurden ermittelt, 200 mehr als 2022. Die Delikte reichten von E-Mail-Betrug bis hin zu gezielten Angriffen auf Computernetzwerke.
Die neue Strategie konzentriert sich auf zwölf zentrale Handlungsfelder. Dazu gehören eine engere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden sowie der Ausbau der Forschung zu Cyberbedrohungen. Die Verantwortlichen wollen sich von rein reaktiven Maßnahmen verabschieden und präventive Ansätze stärker in den Vordergrund rücken.
Allein in den vergangenen fünf Jahren ist die Cyberkriminalität in Niedersachsen um etwa 40 Prozent angestiegen. Angesichts der wachsenden Gefahr setzen die Behörden nun auf einen ganzheitlichen Ansatz, der verschiedene Sektoren in die Bekämpfung einbindet.
Die Strategie markiert einen Wandel im Umgang Niedersachsens mit digitalen Bedrohungen. Durch bessere Vernetzung und Forschung hofft das Bundesland, die steigende Zahl der Angriffe einzudämmen. Gleichzeitig unterstreicht der Plan, dass Cybersicherheit nicht allein Aufgabe technischer Teams sein darf, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellt.
