Innovative Bauweise in Salzgitter spart tausende Tonnen CO₂ ein
Großes Bauprojekt in Salzgitter reduziert CO₂-Einsatz durch innovative Techniken deutlich
Ein großes Bauvorhaben am Standort Salzgitter hat durch innovative Bauweisen erhebliche Einsparungen bei den CO₂-Einsätzen erzielt. Die von Porr geleiteten Optimierungen konzentrierten sich auf nachhaltige Methoden in der Planungs- und Umsetzungsphase. Zu den zentralen Maßnahmen zählten der Einsatz von Großbohrpfählen und zementarmem Beton, wodurch tausende Tonnen Treibhausgase eingespart wurden.
Im Rahmen des Projekts wurde eine 13 Meter tiefe Baugrube für eine Handhabungshalle ausgehoben, wobei Schlitzwandtechniken zum Einsatz kamen. Die 1,5 Meter dicken Wände wurden als dauerhafte Tiefbunker konzipiert. Für die Tiefgründung ersetzten 110 Großbohrpfähle – konkret Frankipile-NG-Modelle mit einem Durchmesser von 71 Zentimetern – herkömmliche Großlochbohrpfähle.
Alleine dieser Wechsel reduzierte das Betonvolumen um 71 Prozent, was wiederum die CO₂-Einsätze um 441 Tonnen (ein Rückgang um 58 Prozent) senkte. Weitere Einsparungen ergaben sich durch die Verwendung von zementarmem CEM-III/B-Zement anstelle des Standard-CEM-I-Zements für die Pfahl- und Schlitzwandbetone. Insgesamt führten diese Maßnahmen zu einer Gesamtreduktion von rund 2.740 Tonnen CO₂-Äquivalent.
Parallel zu den Bauarbeiten entsteht auf dem Gelände ein Lichtbogenofen als Teil des SALCOS-Programms. Der Ofen wird die Einsätze beim Einschmelzen von Schrottstahl durch den Einsatz flexibler Energiequellen verringern. Weltweit sind derzeit keine weiteren bekannten Projekte unterwegs, die das Mega-Pile-System gezielt zur CO₂-Reduktion im Bauwesen nutzen.
Das Salzgitter-Projekt zeigt, wie gezielte Optimierungen im Bauwesen die Einsätze drastisch senken können. Durch den Einsatz von Großbohrpfählen, zementarmem Beton und energieeffizienten Öfen hat die Initiative einen messbaren Maßstab für nachhaltiges Bauen gesetzt. Die gesamten CO₂-Einsparungen belaufen sich derzeit auf etwa 2.740 Tonnen Äquivalent.
