Heidekreis setzt drei neue Nacht-Krankentransportwagen gegen Versorgungslücken ein
Lidia HartungHeidekreis setzt drei neue Nacht-Krankentransportwagen gegen Versorgungslücken ein
Landkreis Heidekreis stockt Notfalltransport mit drei neuen Nacht-Krankentransportwagen auf
Der Landkreis Heidekreis erweitert seine Notfalltransportdienste um drei neue Nacht-Krankentransportwagen (NKTW). Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund von Kritik an den Einsatzzeiten im nördlichen Teil der Region. Die Behörden betonen jedoch, dass die Notfallversorgung trotz der Herausforderungen zuverlässig bleibe.
Die neuen NKTW sollen im 12-Stunden-Schichtbetrieb eingesetzt werden, wurden aber noch nicht ausgeschrieben. Mit ihrer Einführung wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte gerechnet.
Der Heidekreis hat bereits drei erweiterte Rettungswachen sowie einen nächtlichen NKTW in Soltau eingerichtet. Im nördlichen Kreisgebiet sind jedoch keine zusätzlichen Rettungswagen geplant. Stattdessen liegt der Fokus auf dem Ausbau der NKTW-Flotte – nicht auf einer Aufstockung der klassischen Rettungswagen.
Die lokalen Behörden bewerten die Notfalldienste im gesamten Kreisgebiet und passen die Fahrzeugstandorte im Tagesverlauf an, um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Dennoch verfehlt der Heidekreis die gesetzliche Vorgabe, in 95 Prozent der Fälle innerhalb von 15 Minuten vor Ort zu sein. Um Verzögerungen entgegenzuwirken, werden Maßnahmen wie eine Smartphone-App für Ersthelfer und aktualisierte Notrufprotokolle eingeführt.
Öffentlich zugängliche Daten zu Rettungswagen- oder NKTW-Zahlen der vergangenen fünf Jahre sowie zu Priorisierungen bei der Fahrzeugverteilung liegen nicht vor. Diese Informationen werden intern von den Feuerwehren und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) verwaltet. Gleichzeitig fordern Orthopäden und Unfallchirurgen eine verpflichtende Vorabklärung von Patienten sowie Gebühren für unangemeldete Notaufnahmebesuche, um die Belastung der Dienste zu verringern.
Die drei neuen NKTW sollen die Transportkapazitäten im Notfall stärken, ihr Einsatz beginnt jedoch frühestens in der zweiten Jahreshälfte. Die Verantwortlichen verteidigen weiterhin das Notfallversorgungssystem des Landkreises und verweisen darauf, dass Anpassungen bei der Fahrzeugverteilung für eine ausreichende Abdeckung sorgen. Die Änderungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Bedenken hinsichtlich der Einsatzzeiten und der Effizienz der Dienste in der Region.
