09 March 2026, 10:30

Wietzendorf kämpft um Postzugang – und die Deutsche Bahn sucht Lösungen

Alte Postkarte mit deutschem Stempel, Text "Hollingstadt" und Nummer "2390"

Wietzendorf kämpft um Postzugang – und die Deutsche Bahn sucht Lösungen

Wietzendorf ist die erste Gemeinde im nördlichen Heidekreis ohne Postdienstleistungen

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Mit der Schließung der letzten Filiale im Jahr 2023 blieb den Einwohnern von Wietzendorf nur noch der Zugang zu sieben Briefkästen. Nun arbeiten lokale Behörden mit der Deutschen Bahn an einer Lösung, bis ein Ersatzstandort eröffnet wird.

Die postgeschichtliche Ära des Dorfes endete, als Anita Hillmer, die letzte Postmitarbeiterin, im Dezember 2023 in den Ruhestand ging. Ihr Ausscheiden besiegelte die Schließung der Filiale – eine von vier, die der Heidekreis in jenem Jahr verlor. Während Soltau mit dem Schreibwarenladen Papier Ehlen einen Ersatz fand, bleibt Wietzendorf weiterhin ohne Alternative.

Laut der Post-Universaldienstverordnung ist die Deutsche Bahn gesetzlich verpflichtet, Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern Postzugang zu gewährleisten. Zwar erfüllt Wietzendorf diese Bedingung, doch ein Eröffnungstermin für eine neue Filiale steht noch nicht fest. Aktuell wird verhandelt, diese in den "Coworking Spaces Honnigwaav" unterzubringen.

Das Unternehmen steht zunehmend unter Druck durch Paketstationen und konkurrierende Zustelldienste. Ohne konkreten Zeitplan müssen die Bewohner Wietzendorfs jedoch weiter auf eine Lösung warten.

Eine neue Postfiliale in Wietzendorf würde voraussichtlich von der Deutschen Bahn betrieben – ein Starttermin wurde bisher aber nicht bekannt gegeben. Gemeinde und Unternehmen prüfen noch Optionen. Bis dahin sind die Einwohner auf die verbleibenden Briefkästen und benachbarte Orte für ihre Postbedürfnisse angewiesen.

Quelle