Niedersachsen geht gegen Online-Extremismus bei Jugendlichen vor
Ekkehard ScheelNiedersachsen geht gegen Online-Extremismus bei Jugendlichen vor
Niedersachsen verstärkt seine Anstrengungen, um Jugendliche vor Online-Gefahren und Extremismus zu schützen. Die Regierung hat nach der Überprüfung eines aktuellen Berichts zur Demokratieförderung und Extremismusprävention strenge Maßnahmen angekündigt. Behörden warnen, dass digitale Plattformen Kinder und Jugendliche schädlichen Inhalten aussetzen – von Hassrede bis hin zu Verschwörungstheorien.
Die Entscheidung folgt einem Kabinettsbeschluss aus dem Jahr 2023, mit dem zwei zentrale Programme gestärkt werden sollen: das Programm für Demokratie und Menschenrechte sowie das Präventionsprogramm gegen Islamismus. Während das erste vom Justizministerium geleitet wird, obliegt das zweite dem Innenministerium. Beide Ressorts erarbeiten nun eine gemeinsame Präventionsstrategie für das Land.
Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann betonte die Notwendigkeit eines aktiven demokratischen Engagements. "Demokratie braucht überzeugte Demokraten", erklärte sie und verwies darauf, wie wichtig der Schutz ihrer Grundlagen sei. Der Bericht zeigt zudem, wie extremistische Gruppen gezielt junge Menschen über soziale Medien und Gaming-Plattformen ansprechen.
Die Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen hat sich zu einem drängenden Problem entwickelt. Als Hauptrisiko gelten ungefilterte digitale Inhalte, die Desinformation und spaltende Ideologien verbreiten. Die Regierung zufolge sollen die bestehenden Programme ausgebaut werden, um diesen Herausforderungen wirksamer zu begegnen.
Die erweiterten Maßnahmen konzentrieren sich darauf, junge Menschen vor Online-Extremismus zu schützen und demokratische Werte zu stärken. Die abgestimmte Strategie beider Ministerien zielt darauf ab, Radikalisierungstendenzen entgegenzuwirken und die politische Bildung zu fördern. Die Umsetzung der Pläne basiert auf den jüngsten Erkenntnissen sowie dem Kabinettsbeschluss von 2023.
