AfD-Politikerin Martina Uhr wegen Vetternwirtschaft unter Druck – Droht der Fraktionsausschluss?
Ekkehard ScheelAfD in Niedersachsen im Bundestag will sich von Abgeordneter trennen - AfD-Politikerin Martina Uhr wegen Vetternwirtschaft unter Druck – Droht der Fraktionsausschluss?
Die AfD steht nach neuen Vorwürfen der Vetternwirtschaft in der Kritik, nachdem die Abgeordnete Martina Uhr ihren Lebenspartner und dessen Tochter in ihrem Bundestagsbüro beschäftigt hat. Die 64-jährige Politikerin, die 2021 in den Bundestag eingezogen ist, wurde inzwischen aus dem niedersächsischen Landesverband der Partei ausgeschlossen.
Uhr, Mitglied im Umweltausschuss, hatte ihren Partner und dessen Tochter für die Arbeit in ihrem Abgeordnetenbüro eingestellt. Dieser Schritt löste innerhalb der AfD scharfe Kritik aus und führte zu ihrem Rauswurf aus dem Landesverband.
Die AfD hat Uhr nun ein 24-stündiges Ultimatum gesetzt, ihr Bundestagsmandat niederzulegen. Sollte sie dies verweigern, plant die Partei, sie aus der gesamten Bundestagsfraktion auszuschließen. Dies folgt auf frühere disziplinarische Maßnahmen gegen ein anderes AfD-Mitglied: Jan Wenzel Schmidt sah sich im Februar 2026 mit einem Ausschlussverfahren konfrontiert.
Uhr war 2021 über die Landesliste Niedersachsens in den Bundestag eingezogen. Ihr Fall verstärkt die anhaltende Kritik an den internen Gepflogenheiten der AfD.
Der niedersächsische Landesverband der AfD hat Uhr bereits aus seinen Reihen ausgeschlossen. Falls sie nicht zurücktritt, wird die Partei ihren Ausschluss aus der Bundestagsfraktion vorantreiben. Die Affäre wirft ein Schlaglicht auf die breiteren Bedenken hinsichtlich Vetternwirtschaft innerhalb der Partei.
