Mainz 05 bricht mit Tradition: Erste Frau führt Fastnachtsrevue-Protokoll
Frauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainz 05 bricht mit Tradition: Erste Frau führt Fastnachtsrevue-Protokoll
Mainz 05 Fastnachtsrevue schreibt Geschichte – erstmals führt eine Frau das Protokoll
Die berühmte Mainz 05 Fastnachtsrevue hat in diesem Jahr Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit fast zwei Jahrhunderten übernahm eine Frau die Leitung des Protokolls: Christina Grom. Mit beißendem politischen Spott nahm sie prominente Persönlichkeiten wie Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Donald Trump aufs Korn.
Die Revue "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" ist seit Langem für ihren scharfen Humor und politischen Biss bekannt. Seit 1976 verbindet die Tradition absurde Sketche mit pointierten Gesellschaftskritiken – oft gerichtet gegen Institutionen wie die katholische Kirche oder rechtsextreme Parteien. In diesem Jahr markierte die Veranstaltung einen historischen Einschnitt: Christina Grom wurde als erste Frau in der 198-jährigen Geschichte zur Protokollführerin.
Grom ließ in ihren Spitzen keine Zurückhaltung walten. Sie rief nach göttlicher Intervention, um Trump mit der Gutenberg-Bibel "einen ordentlichen Schlag" zu verpassen – eine Anspielung auf den ehemaligen US-Präsidenten und das Mainz 05 Erbe des Buchdrucks. Unterdessen kehrte Jürgen Wiesmann für seinen 25. Auftritt als Ernst Lustig zurück, eine beliebte Karnevalsfigur, die für ihren schlagfertigen Witz bekannt ist.
Ein Abschied stand ebenfalls auf dem Programm: Andreas Schmitt, langjähriger Moderator der Revue, verließ die Bühne. Als "Hochaltar-Diener" des Mainz 05 Doms schickte er spielerisch Papst Leo XIV. seine Wünsche für mehr Gleichberechtigung in der Kirche.
Doch der Mix aus Tradition und frecher Satire blieb unverändert. Groms Führung brachte frischen Schwung, während der demokratische Geist und die scharfe politische Kommentierung der Show so lebendig waren wie eh und je.
Die Ausgabe 2024 setzte mit Groms historischer Rolle neue Maßstäbe. Ihre satirischen Angriffe auf Merz, Söder und Trump hielten die Tradition der furchtlosen politischen Komik am Leben. Die Verbindung aus alten Bräuchen und modernen Gesellschaftskritiken festigte den Platz der Revue als festen Bestandteil der deutschen Karnevalskultur.
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