09 February 2026, 17:25

Symrise vom US-Kartellverdacht freigesprochen – doch die EU ermittelt weiter

Eine gläserne Parfümflasche mit zylindrischer Form und engem Hals, die in einem tiefblauen Etui mit goldener Verzierung auf einer weißen Oberfläche steht.

Symrise: US-Behörden stellen Kartellfall ein - Symrise vom US-Kartellverdacht freigesprochen – doch die EU ermittelt weiter

Symrise, ein führender Hersteller von Duft- und Aromastoffen, von US-Kartellvorwürfen entlastet

Der Konzern stand im Verdacht, an einem Duftstoff-Kartell beteiligt gewesen zu sein. Nach einer umfangreichen Untersuchung fanden die US-Behörden jedoch keine Beweise für rechtswidriges Verhalten.

Das in Holzminden ansässige und im DAX notierte Unternehmen, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 5 Milliarden Euro erzielte, hatte stets jede Beteiligung an Preisabsprachen bestritten.

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Die Ermittlungen begannen 2023, als europäische und US-amerikanische Aufsichtsbehörden wegen des Verdachts auf Kartellbildung aktiv wurden. Noch im selben Jahr durchsuchte die Europäische Kommission den Firmensitz von Symrise und beschlagnahmte im Rahmen der Ermittlungen Dokumente.

Im Mai 2025 stellte die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) ihr eigenes Verfahren gegen das Unternehmen ein. Nun hat auch das US-Justizministerium die Ermittlungen eingestellt – ohne belastende Feststellungen. Symrise begrüßte die Entscheidung und betonte erneut, niemals in unzulässige Absprachen mit Wettbewerbern verwickelt gewesen zu sein.

Trotz dieser Entlastungen läuft das Verfahren der Europäischen Kommission weiter. Da die Ermittlungen unter Verschluss geführt werden, sind keine Details zu anderen möglicherweise beteiligten Unternehmen bekannt.

Symrise beliefert weltweit große Hersteller mit Duft- und Aromastoffen, die in Parfüms, Lebensmitteln und Haushaltsprodukten verwendet werden, und zählt damit zu den wichtigsten Akteuren der Branche.

Die Einstellung des US-Verfahrens ist für Symrise ein bedeutender Schritt, da das Unternehmen nun ohne die Drohung rechtlicher Konsequenzen aus den USA seine Geschäfte fortsetzen kann. Allerdings bleibt die anhaltende Untersuchung der EU eine Herausforderung. Das endgültige Ergebnis der europäischen Ermittlungen wird zeigen, ob weitere Maßnahmen gegen den Konzern ergriffen werden.