11 February 2026, 23:15

BP und Shell setzen wieder auf Öl und Gas – Wasserstoff nur noch in Deutschland

Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem beschreibendem Text.

BP und Shell setzen wieder auf Öl und Gas – Wasserstoff nur noch in Deutschland

BP drosselt seine Pläne für erneuerbare Energien und setzt stattdessen stärker auf Heizöl und Gas. Das Unternehmen hat Aktienrückkäufe vorerst gestoppt, um sich auf fossile Brennstoffe zu konzentrieren.

Die Ambitionen von BP im Bereich grünen Wasserstoff konzentrieren sich auf das Werk in Lingen, wo ab 2027 jährlich bis zu 11.000 Tonnen produziert werden könnten. Das Projekt umfasst einen 100-Megawatt-Elektrolyseur, der in Partnerschaft mit Bilfinger entwickelt wird. Darüber hinaus sind keine weiteren großen Vorhaben für grünen Wasserstoff weltweit geplant.

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Auch der Konkurrent Shell verlagert seinen Fokus zurück auf Öl und Gas, treibt aber weiterhin Investitionen in Wasserstoff voran. Das Projekt Refhyne 2 in der Nähe von Köln, dessen Start für 2027 vorgesehen ist, wird Strom aus dem Offshore-Windpark Nordsee One nutzen. Shell hat etwa ein Drittel der Kapazität des Windparks gesichert, um die Wasserstoffanlage zu versorgen.

Analysten warnen, dass die Priorisierung fossiler Brennstoffe auf Kosten erneuerbarer Energien langfristige Risiken bergen könnte. Energiekonzerne wie BP und Shell bündeln ihre Wasserstoffaktivitäten vor allem in Europa – insbesondere in Deutschland, wo politische und marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen solche Investitionen begünstigen.

BP rückt Öl und Gas nun in den Mittelpunkt seiner Strategie, während Wasserstoff auf das Lingen-Projekt beschränkt bleibt. Shell, das ebenfalls wieder stärker auf fossile Energieträger setzt, treibt die Wasserstoffpläne in Deutschland voran. Beide Unternehmen sehen sich jedoch mit der Warnung konfrontiert, dass ihr aktueller Kurs in den kommenden Jahren zu Herausforderungen führen könnte.