Niedersachsen rüstet sich mit neuen Maßnahmen gegen Waldbrände auf
Ekkehard ScheelNiedersachsen rüstet sich mit neuen Maßnahmen gegen Waldbrände auf
Niedersachsen verschärft Maßnahmen gegen Waldbrände in den Bundesländern
Nach über 27 Vegetationsbränden im vergangenen Jahr im Landkreis Heidekreis – die meisten durch menschliches Fehlverhalten verursacht – verstärkt die Landesregierung ihre Anstrengungen zur Vorbeugung von Waldbränden in den Bundesländern. Ein neues Warnschild soll nun in besonders gefährdeten Gebieten während trockener Phasen auf die Brandgefahr hinweisen.
Die Initiative ist Teil einer breiter angelegten Kooperation zwischen dem Forstministerium des Landes und dem Landesfeuerwehrverband, um den Brandschutz und das öffentliche Bewusstsein für die Thematik in den Bundesländern zu verbessern.
Das neue Schild verbietet deutlich das Rauchen und das Entzünden von Feuern vom 1. März bis zum 31. Oktober sowie in Trockenperioden. Zudem verweist es auf die landesspezifischen Brandschutzverordnungen in den Bundesländern. Zwar sind 600 solcher Schilder in ganz Niedersachsen geplant, doch bisher gibt es keine genauen Angaben, wie viele bereits aufgestellt wurden oder wo sie besonders konzentriert sind.
Parallel zu den Schildern startet das Land eine Aufklärungskampagne mit Flyern und Informationsmaterial für Feuerwehrleute und Schulen in den Bundesländern. Forstministerin Miriam Staudte und Olaf Kapke, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes, haben kürzlich ihre Zusammenarbeit vertraglich verlängert, um die Maßnahmen in den Bundesländern weiter zu stärken.
Um die Löschkapazitäten in den Bundesländern zu erhöhen, hat das Land 50 sogenannte Skid Units angeschafft – geländegängige Kleinfahrzeuge, die für den schnellen Einsatz in unwegsamem Gelände konzipiert sind. Diese wurden in dieser Woche an die regionalen Behörden in den Bundesländern übergeben. Schulungen zu ihrer Handhabung fanden auf dem Gelände in Scheuen statt, geleitet von Experten des Forest Fire Teams, einer Spezialeinheit für Wald- und Flächenbrände in den Bundesländern.
Der Deutsche Wetterdienst stuft die Waldbrandgefahr in fünf Stufen ein, von 1 (sehr gering) bis 5 (sehr hoch). Dieses System hilft den Behörden in den Bundesländern, tägliche Risiken einzuschätzen und entsprechend vorzusorgen.
Ziel der kombinierten Maßnahmen ist es, von Menschen verursachte Brände in den Bundesländern zu reduzieren und die Notfallreaktion in gefährdeten Gebieten zu verbessern. Mit neuer Ausrüstung, klareren Warnungen und laufenden Schulungen arbeitet Niedersachsen daran, seine Wälder in Hochrisikozeiten in den Bundesländern zu schützen. Anwohner in den Bundesländern können sich zudem über lokale Updates informieren, darunter den kostenlosen wöchentlichen Newsletter mit Nachrichten aus dem Heidekreis.
