10 March 2026, 08:26

ICE kollidiert mit Reifen und Kinderspielzeug – Ermittlungen wegen Sabotageverdachts

Eine Gruppe von Kindern spielt mit einem Spielzeugebahn auf einem Bahngleis, umgeben von Häusern und Bäumen, mit Text am unteren Bildrand.

ICE kollidiert mit Reifen und Kinderspielzeug – Ermittlungen wegen Sabotageverdachts

ICE-Hochgeschwindigkeitszug stößt in Niedersachsen mit Autoreifen und Kinderspielzeug zusammen

Am Samstag kollidierte ein ICE-Hochgeschwindigkeitszug in Niedersachsen mit einem Autoreifen und einem Kinderspielzeug auf den Gleisen. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Bahnhofs Ashausen; Verletzte gab es nicht. Die Behörden ermitteln nun wegen des Verdachts der gefährlichen Eingriffe in den Bahnverkehr.

Der Zug war auf der Strecke von Hamburg nach Hannover unterwegs, als er gegen 17:48 Uhr mit den Gegenständen zusammenstieß. Zum Zeitpunkt der Kollision fuhr er mit einer Geschwindigkeit zwischen 150 und 160 km/h. Bei den Trümmerteilen handelte es sich um einen Autoreifen mit Stahlfelge sowie ein Bobbycar, ein bekanntes Kinderfahrzeug zum Aufsitzen.

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Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenaussagen. Wer am Samstagnachmittag in der Nähe der Gleise in Ashausen verdächtige Aktivitäten beobachtet hat, wird aufgefordert, sich zu melden. Hinweise zu diesem oder ähnlichen Vorfällen können unter der kostenlosen Rufnummer der Bundespolizei 0800 6 888 000 gemeldet werden.

Der Vorfall steht im Kontext verschärfter Sicherheitsmaßnahmen, die bei einem Gipfel im Februar 2026 in Berlin beschlossen wurden. Nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter hatten die Deutsche Bahn und die Bundespolizei neue Schutzvorkehrungen eingeführt. Dazu gehören Bodycams für alle kundennahe Mitarbeiter bis 2026, verbesserte Notrufknöpfe, bessere Schutzausrüstung und erweiterte Deeskalationstrainings. Zudem werden 200 zusätzliche Sicherheitskräfte die bestehenden 4.000 verstärken. Ab März sind freiwillige Personenkontrollen sowie vermehrte Streifen mit zwei Beamten geplant.

Die Ermittlungen zum Vorfall in Ashausen dauern an. Die Behörden gehen weiterhin von einer vorsätzlichen Beeinträchtigung der Bahnverkehrs aus. Zeugen oder Personen mit relevanten Informationen werden aufgefordert, sich umgehend bei der Bundespolizei zu melden.

Quelle