16 February 2026, 21:11

AfD in der Kritik: Beschäftigung von Angehörigen wirft Fragen auf

Ein Blatt mit einer Zeichnung von verzweifelten roten Republikanern auf einem demokratischen Gridiron, mit fetter schwarzer Schrift, die die Dringlichkeit der Situation betont.

Vorwurf der Vetternwirtschaft trifft auch Niedersachsen-AfD - AfD in der Kritik: Beschäftigung von Angehörigen wirft Fragen auf

Die rechtspopulistische politische Partei Alternative für Deutschland (AfD) sieht sich mit Fragen zu der Beschäftigung von Angehörigen durch ihre Politiker konfrontiert. Die Ehefrau von Ansgar Schledde, dem Landesvorsitzenden der AfD in Niedersachsen, arbeitet für einen AfD-Abgeordneten im Bundestag. Die Partei bestreitet jegliches Fehlverhalten und betont, dass die Einstellung nach üblichen Verfahren erfolgte.

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Schleddes Ehefrau ist im Büro des AfD-Politikers Danny Meiners beschäftigt. Die Partei beharrt darauf, dass sie über ein reguläres Bewerbungsverfahren aufgrund ihrer fachlichen Qualifikationen eingestellt wurde. Schledde selbst erklärte, die Vereinbarung sei "rechtlich einwandfrei" und wies gegenseitige Gefälligkeiten zurück.

AfD-Co-Vorsitzender Tino Chrupalla räumte ein, dass solche Verträge zwar rechtlichen Standards entsprechen, dennoch "einen faden Beigeschmack" hinterließen. Er bestätigte zudem, in seinen Wahlkreisbüros die Ehefrau des sächsischen Landtagsabgeordneten Roberto Kuhnert beschäftigt zu haben.

Ähnliche Fälle mit Angehörigen von AfD-Politikern wurden auch aus anderen Bundesländern gemeldet. Bisher liegt jedoch Anfang 2026 kein öffentlich bestätigter, flächendeckender oder dokumentierter Nachweis für Vetternwirtschaft innerhalb der Partei vor.

Die AfD wies die Vorwürfe der Vetternwirtschaft zurück und verwies auf die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben. Die Parteiführung verteidigt weiterhin die Beschäftigungspraxis, doch bleiben Bedenken hinsichtlich der Transparenz bestehen. Bislang wurden keine weiteren offiziellen Ermittlungen zu dem Vorfall angekündigt.