Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönland um – als politischer Scherz
Ekkehard ScheelLüneburger Bäckerei-Idee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönland um – als politischer Scherz
Eine Bäckerei in Lüneburg hat ihre beliebten zuckerglasierten Teilchen von Amerikaner in Grönland umbenannt – als scherzhaften Protest. Der Schritt ist eine Reaktion auf das von der US-Regierung geäußerte Interesse am Kauf Grönlands. Die Kunden reagieren positiv, und der Absatz der Süßspeisen ist seitdem gestiegen.
Die Bäckerei De Heidbäcker GmbH vollzog die Änderung als lockere politische Stellungnahme. Zwar werden die Teilchen bei der Bestellung weiterhin Amerikaner genannt, auf den Kassenbons stehen sie nun jedoch als Grönland. Ein Schild vor dem Laden mit der Aufschrift "Backt Kuchen, nicht Krieg" unterstreicht die humorvolle Haltung des Betriebs.
Die Herkunft des Namens Amerikaner bleibt unklar. Einige Theorien führen ihn auf Ammoniumhydrogencarbonat zurück, ein früher aus den USA importiertes Backtriebmittel. Andere vermuten, die runde Form erinnere an die Helme von Soldaten. Trotz der Umbenennung bleiben Rezept und Geschmack unverändert.
Die Kunden in Lüneburg begrüßen die Änderung – viele sehen darin eine Solidaritätsbekundung mit Dänemark und Europa. Die Bäckerei verzeichnet seit der Umfirmierung steigende Verkaufszahlen, und die Geschichte sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit. Selbst eine Frau aus Prag äußerte sich unterstützend zur Idee.
Der neue Name bleibt vorerst bestehen, solange die USA ihr Interesse am Kauf Grönlands aufrechterhalten. Die Bäckerei betrachtet die Umbenennung als humorvolle Geste und zugleich als hervorragende Werbung für ihr Handwerk.
Die Teilchen werden absehbar weiter unter dem Namen Grönland verkauft. Die Entscheidung der Bäckerei hat nicht nur den Absatz gesteigert, sondern auch landesweites Interesse geweckt. Bisher gab es keine nennenswerte Reaktion von dänischen Behörden oder Medien, da es sich um eine lokale deutsche Initiative handelt.
