08 March 2026, 16:29

Gedenken an Hanau: Filmabend im Big House zeigt rassistische Gewalt und ihre Folgen

Eine weiße Tafel mit der Aufschrift 'Stoppt Rassismus' in großen schwarzen Buchstaben.

Gedenken an Hanau: Filmabend im Big House zeigt rassistische Gewalt und ihre Folgen

Kostenlose Filmvorführung und Diskussion im Jugendzentrum Big House in Neuwied

Am 20. März 2023 findet um 19:00 Uhr im Jugendzentrum Big House in Neuwied eine kostenlose Filmvorführung mit anschließender Diskussion statt. Die Veranstaltung richtet sich an junge Menschen und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Sie ist Teil der Internationalen Wochen gegen Rassismus und setzt sich mit den anhaltenden Folgen rassistischer Gewalt in Deutschland auseinander.

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Gezeigt wird der Dokumentarfilm "Das deutsche Volk" unter der Regie von Marcin Wierzchowski. Im Mittelpunkt steht der rassistisch motivierte Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020, bei dem ein rechtsextremer Attentäter neun junge Menschen mit Migrationshintergrund ermordete. Der Film begleitet Überlebende und Angehörige über vier Jahre hinweg – auf ihrem Weg durch Trauer, ihren Kampf um Gerechtigkeit und die Anerkennung ihres Verlusts.

Im Anschluss an die Vorführung folgt eine Diskussion, moderiert von Christopher Hoffmann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, sich über die Themen des Films auszutauschen, darunter die Schwierigkeiten der Opfer, Gehör zu finden, sowie die Reaktionen von Staat und Gesellschaft auf das Verbrechen. Der Dokumentarfilm beleuchtet zudem, wie der Anschlag die Stadt Hanau veränderte und die öffentliche Debatte über Rassismus in Deutschland prägte.

Veranstalter sind das Jugendzentrum Big House in Kooperation mit dem Pastoralen Netzwerk Neuwied und den Schulsozialdiensten Neuwied. Seit dem Anschlag in Hanau hat es in Deutschland verstärkte Aufklärungskampagnen, ein größeres zivilgesellschaftliches Engagement und erneute politische Diskussionen über die Bekämpfung des Rechtsextremismus gegeben. Dennoch bleiben Herausforderungen bei der Umsetzung von Maßnahmen und anhaltende Vorfälle Treiber der Debatte.

Die Veranstaltung bietet Raum für eine Auseinandersetzung mit den langfristigen Folgen rassistischer Gewalt. Die Organisatoren hoffen, dass der Abend den Dialog fördert und das gemeinsame Engagement gegen Diskriminierung stärkt. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Quelle