02 May 2026, 02:26

Wolfsangriff in Schwanewede zerstört Schafsherde – Schäfer gibt verzweifelt auf

Offenes Buch mit einer Illustration eines Schafs, das in einem bewaldeten Gebiet grast, neben dem Titeltext "Die Geschichte des Schafs".

Wolfsangriff in Schwanewede zerstört Schafsherde – Schäfer gibt verzweifelt auf

Wolfsrudel reißt fast gesamte Schafsherde in Schwanewede – Hirte gibt auf

Ein Wolfsrudel hat in Schwanewede fast eine gesamte Schafsherde gerissen und einen örtlichen Schäfer in tiefe Verzweiflung gestürzt. Es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art in der Region innerhalb von drei Wochen – die Zukunft der Schafzucht steht damit auf dem Spiel. Trotz hochgesicherter Zäune konnten die Tiere nicht geschützt werden, und die Behörden verweigerten eine Entschädigung.

Der Hobby-Schäfer Karsten Bode entdeckte das grausame Bild, als er fast alle seiner 20 Schafe mit Bisswunden vorfand, meist im Halsbereich. Nur drei Tiere überlebten unverletzt, drei weitere waren so schwer verletzt, dass der Tierarzt Dr. Hinrich Horstmann sie vor Ort einschläfern musste.

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Die Schafe waren in einem Gehege untergebracht, das durch einen 1,70 Meter hohen Stahldrahtzaun gesichert war – 60 Zentimeter tief in der Erde verankert und mit Stacheldraht versehen. Zudem war der Zaun mit 10.000 Volt unter Strom gesetzt. Dennoch drangen die Wölfe ein. Nach einer Begutachtung teilten Beamte Bode mit, sein Zaun entspreche nicht vollständig den Vorschriften – eine finanzielle Unterstützung für die Verluste werde es daher nicht geben.

In der Nähe lagernde Camper bemerkten den Angriff nicht, obwohl sie dadurch selbst in Gefahr geraten könnten, auf das Rudel zu treffen. Nach dem Vorfall beschlossen Bode und seine Frau, die Schafzucht vollständig aufzugeben. Die überlebenden Tiere brachten sie aus Sicherheitsgründen in einen Stall.

Die Attacke wirft Fragen zur Zukunft von Bodes seltener, geschützter Schafsrasse auf. Angesichts zunehmender Wolfsangriffe wächst bei Landwirten in der Region die Unsicherheit, ob die Tierhaltung überhaupt noch tragbar ist. Bislang kündigten die Behörden keine neuen Maßnahmen zur Lösung des Problems an.

Quelle