Wolfenbüttel plant radikalen Ausstieg aus fossiler Wärme bis 2040
Wolfenbüttel treibt seine Pläne zur Umstellung der Wärmeversorgung voran. Ein Entwurf der neuen Strategie liegt vor, der aufzeigt, wie die Stadt bis 2040 aus fossilen Brennstoffen aussteigen will. Bis Ende Mai können Bürgerinnen und Bürger Stellungnahmen abgeben.
Aktuell stammen über 90 Prozent der Wärme in Wolfenbüttel aus fossilen Energieträgern, nur sechs Prozent entfallen auf erneuerbare Quellen. Um dies zu ändern, hat die Stadt zwei Szenarien für das Jahr 2040 entwickelt – beide zielen auf eine vollständig CO₂-freie Wärmeversorgung ab. Zu den zentralen Maßnahmen gehören der Ausbau von Wärmepumpen sowie die Erweiterung der Fernwärmenetze im gesamten Stadtgebiet.
Der Plan unterteilt Wolfenbüttel in 46 Zonen, für die jeweils maßgeschneiderte Dekarbonisierungsstrategien erarbeitet wurden. Zudem bereiten die Stadtwerke die Verlegung von 180 Kilometern neuer Niederspannungskabel bis 2037 vor. Anwohnerinnen und Anwohner, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen haben nun die Möglichkeit, den Entwurf zu prüfen und bis zum Stichtag Feedback einzureichen.
Sobald der Wärmeplan finalisiert ist, wird er die Umsetzung in den kommenden Jahren steuern. Die öffentliche Konsultation läuft noch bis zum 31. Mai und gibt allen Beteiligten die Chance, die endgültige Strategie mitzugestalten. Nach dieser Phase wird der beschlossene Plan den Fahrplan für Wolfenbüttels Übergang zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung vorgeben. Das Ziel bleibt unambig: Bis 2040 soll die Wärmeversorgung komplett ohne fossile Brennstoffe auskommen.






