08 April 2026, 02:26

Wirtschaftswachstum bricht ein: Prognosen für 2026 halbiert sich auf 0,6 %

Schwarzer Hintergrund mit weißer Schrift, die "Forecasting vs Predicting: Predicting is about certainty, and forecasting is about appreciating uncertainty." liest.

Wirtschaftswachstum bricht ein: Prognosen für 2026 halbiert sich auf 0,6 %

Deutschlands Wirtschaftsperspektiven verdüstern sich: Führende Forschungsinstitute senken Wachstumsprognosen drastisch

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Die neueste Frühjahresprognose halbiert die erwartete Expansion für 2026 – als Hauptgrund gelten die durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekostenschocks.

Die Institute rechnen nun nur noch mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft um 0,6 % im Jahr 2026, ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Schätzungen. Für 2027 wurde die Prognose ebenfalls auf 0,9 % nach unten korrigiert, nach zuvor erwarteten 1,4 %. Timo Wollmershäuser vom Münchner ifo Institut nannte den drastischen Anstieg der Energiepreise als zentrale Belastung für die Erholung.

Die explodierenden Energiekosten, angetrieben durch den anhaltenden Konflikt im Iran, belasten die Haushaltsbudgets und die Gewinnmargen der Unternehmen. Die Ökonomen warnten, dass kurzfristige staatliche Preiseingriffe mehr schaden als nützen würden. Stattdessen sprachen sie sich für "zielgenaue soziale Ausgleichsmaßnahmen" aus, um einkommensschwache Haushalte vor steigenden Rechnungen zu schützen.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche räumte die wachsenden Spannungen ein und betonte, dass die Nahost-Krise die Politik zwinge, strukturelle Reformen zu beschleunigen. Der Bericht bildet die Grundlage für die offiziellen Regierungsprognosen, die am 22. April veröffentlicht werden sollen.

Die Verbraucherpreise werden voraussichtlich weiter steigen: Die Inflation soll 2026 im Schnitt bei 2,8 % und 2027 bei 2,9 % liegen. Die Institute warnten, dass ohne tiefgreifende Reformen die Wachstumsaussichten Deutschlands schwach bleiben werden.

Die überarbeiteten Prognosen unterstreichen die schweren Folgen der Energiekosten-Schwankungen für die deutsche Wirtschaft. Mit einer Inflation über 2 % und stagnierendem Wachstum wächst der Druck auf die Politik, zwischen Entlastungsmaßnahmen und langfristiger Stabilität abzuwägen. Die anstehenden Regierungsprognosen werden zeigen, wie Berlin auf die Herausforderungen reagieren will.

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