Wiesbadens Maifestspiele feiern 130 Jahre mit Oper, Kunst und Open-Air-Experimenten
H.-Dieter HuhnWiesbadens Maifestspiele feiern 130 Jahre mit Oper, Kunst und Open-Air-Experimenten
Die Internationalen Maifestspiele Wiesbaden feiern ihr 130-jähriges Jubiläum – und setzen dieses Mal auf ein mutiges Programm aus Oper, Straßenkunst und kostenlosen Open-Air-Aufführungen. Die Veranstalter wollen traditionelle Grenzen sprengen, indem sie verschiedene Kunstformen verbinden und Gemeinschaften auf unerwartete Weise zusammenbringen.
Eröffnet wurde das Festival mit Richard Wagners Tristan und Isolde, das sowohl im Hessischen Staatstheater als auch unter freiem Himmel am Warmer Damm zu erleben war. Die Freiluftvorführung war für alle Besucher kostenlos – die Oper wurde live auf eine Großbildleinwand übertragen. Regie führte Tiago Rodrigues, während Wagner-Experten in Gesprächsrunden halfen, die Themen des Werks zu erschließen.
Am zweiten Tag wechselte das Festival die Perspektive: Straßenperformances und interaktive Kunst standen im Mittelpunkt. Die Besucher konnten an Origami-Workshops teilnehmen, in einem offenen Opernchor mitsingen oder am Abend riesige Giraffenpuppen durch die Innenstadt ziehen sehen. Auch Schauspieler und Musiker Christian Friedel trat mit einem eigenen Konzert auf und bereicherte so das vielseitige Programm.
Die 130. Ausgabe der Maifestspiele verfolgt ein klares Ziel: Hochkultur zugänglich zu machen und sie mit zeitgenössischer Kreativität zu verbinden. Kostenlose Open-Air-Übertragungen, Fachvorträge und verspielte Straßenkunst prägen in diesem Jahr das Konzept. Das Festival entwickelt sich weiter – und spricht damit sowohl langjährige Opernliebhaber als auch Neugierige an.






