Wie eine Mutter nach Sandy Hook ein landesweites Sicherheitsprogramm für Schulen schuf
Mia StollWie eine Mutter nach Sandy Hook ein landesweites Sicherheitsprogramm für Schulen schuf
Ein Schul-Sicherheitsprogramm, das von einer Mutter ins Leben gerufen wurde, die ihren Sohn beim Amoklauf von Sandy Hook verlor, erreicht nun Schüler in allen 50 US-Bundesstaaten.
Die Initiative "Say Something" ("Sag was"), die 2014 gestartet wurde, vermittelt jungen Menschen, wie sie Warnsignale für Gewalt oder Selbstgefährdung erkennen – und sie melden, bevor es zu spät ist. Seit ihrem Beginn hat das Programm fast 395.000 anonyme Hinweise von besorgten Schülern gesammelt.
Nicole Hockley gründete das Programm zwei Jahre nach dem Tod ihres sechsjährigen Sohnes Dylan, der 2012 beim Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School ermordet wurde. Getragen von der gemeinnützigen Organisation Sandy Hook Promise schult die Initiative Schüler darin, Alarmzeichen zu erkennen – etwa Drohungen in sozialen Medien, plötzliche Verhaltensänderungen oder eine krankhafte Fixierung auf Waffen. Sie werden dann ermutigt, ihre Bedenken zu äußern, sei es über ein anonymes Meldesystem oder im Gespräch mit einer Vertrauensperson.
Die rund um die Uhr besetzte Hotline wird von Krisenberatern betreut, die jeden Hinweis prüfen. Ernsthafte Fälle werden umgehend an die Strafverfolgungsbehörden oder Schulleitungen weitergeleitet. Zu den häufigsten gemeldeten Problemen zählen Mobbing, Drogenkonsum, Belästigung und Selbstverletzung.
2021 führte ein solcher Tipp zur Festnahme von Trinity Shockley, einer Schülerin aus Indiana, die einen Schul-Amoklauf angedroht hatte. Sandy Hook Promise behauptet, das Programm habe bereits mehrere Schießereien und Suizide in verschiedenen Gemeinden des Landes verhindert.
Mittlerweile wurde "Say Something" tausenden Schülern bundesweit vorgestellt. Indem es junge Menschen darauff trainiert, auf Warnsignale zu reagieren, soll es Gewalt im Keim ersticken. Durch die ganztägige Betreuung wird sichergestellt, dass jeder Hinweis geprüft und akute Bedrohungen ohne Verzögerung bearbeitet werden.






