VW verschiebt Integration der sächsischen Tochter um bis zu zwei Jahre
Lidia HartungVW verschiebt Integration der sächsischen Tochter um bis zu zwei Jahre
Volkswagen verschiebt die vollständige Integration seines sächsischen Tochterunternehmens um bis zu zwei Jahre. Der Beschluss folgt anhaltenden technischen Herausforderungen, insbesondere bei den IT-Systemen. Die endgültige Entscheidung über die Verzögerung soll auf einer Vorstandssitzung am Montag fallen.
Ursprünglich war die Fusion für Anfang 2027 geplant. Interne Berichte verweisen jedoch auf Probleme bei der Einführung eines SAP-Systems, die den Aufschub erzwingen. Trotz der Verzögerung bleibt die Veränderung für die rund 10.000 Mitarbeiter ohne finanzielle Auswirkungen.
Die Tarifverträge der sächsischen Einheit waren bereits zu Jahresbeginn an die Standards der Volkswagen AG am Stammsitz Wolfsburg angeglichen worden. Die Verzögerung fällt in eine Phase, in der das Werk Zwickau durch Modellverlagerungen und strenge Kostenvorgaben zusätzlich belastet wird.
Der Aufsichtsrat der Volkswagen Sachsen GmbH wird die Lage am Montag bewerten. Seine Entscheidung wird den neuen Zeitplan für die vollständige Eingliederung des Tochterunternehmens in den Konzern festlegen.
Die Verschiebung bedeutet, dass die sächsische Tochtergesellschaft vorerst mindestens zwei weitere Jahre eigenständig bleibt. Technische Hürden – vor allem in der IT – sind der Hauptgrund für die Verzögerung. Löhne und Arbeitsbedingungen der Belegschaft bleiben in dieser Zeit unverändert.






