Verkehrsminister Schnieder lehnt Tempolimit auf Autobahnen strikt ab
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder lehnt Tempolimit auf Autobahnen ab
Deutschlands Verkehrsminister Patrick Schnieder hat einen Vorschlag abgelehnt, das Tempolimit auf Autobahnen um mindestens 10 km/h zu senken. Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte diese Maßnahme vorgeschlagen, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren. Schnieder argumentierte, ein solches Vorgehen behandle die Bürger wie unmündige Kinder statt als verantwortungsbewusste Erwachsene.
Der Plan der IEA umfasste neben der Senkung der Geschwindigkeitsbegrenzungen weitere Schritte zur Verringerung der Ölnachfrage. Dazu gehörten der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Förderung von Elektrofahrzeugen sowie die Nutzung von Wärmepumpen und modernen Elektroherden.
Schnieder wies die Idee eines Tempolimits kategorisch zurück und bezeichnete sie als unnötig. Stattdessen betonte er, die Bürger sollten selbst entscheiden, wie sie Sprit sparen. Der Minister kritisierte zudem die Vorstellung, der Staat solle wie eine „Bevormundungsbehörde“ vorgeben, was richtig oder falsch sei.
Obwohl er sich gegen ein generelles Tempolimit aussprach, schloss Schnieder andere Einschränkungen nicht grundsätzlich aus. So könnten Fahrverbote, autofreie Sonntage oder auch Geschwindigkeitsbegrenzungen in Betracht gezogen werden – allerdings nur nach sorgfältiger Prüfung.
Die Debatte über Tempolimits hält an, während Deutschland nach Wegen sucht, den Verbrauch fossiler Energieträger zu senken. Schnieders Haltung setzt auf Eigenverantwortung statt auf staatliche Vorgaben. Eventuelle künftige Maßnahmen müssten vor ihrer Umsetzung gründlich geprüft werden.






