UV-Strahlung: Warum Hautkrebsfälle in Deutschland rasant steigen und wie Sie sich richtig schützen
Lidia HartungUV-Strahlung: Warum Hautkrebsfälle in Deutschland rasant steigen und wie Sie sich richtig schützen
Die UV-Strahlen der Sonne bergen ernste Gesundheitsrisiken – von Hautschäden bis hin zu Krebs. Experten warnen, dass der Klimawandel die Exposition verstärkt: Allein in Deutschland haben sich die Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs innerhalb eines Jahrzehnts mehr als verdoppelt. Der richtige Umgang mit Sonnencreme und das Verständnis für UV-Strahlung sind daher heute wichtiger denn je.
Die Sonne gibt UV-Strahlung als Teil ihrer Energieabstrahlung ab, wobei etwa acht Prozent ihrer Masse in Energie umgewandelt werden. Diese Strahlung erreicht die Erde in verschiedenen Formen: UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. Während die Ozonschicht alle UVC-Strahlen blockiert, dringen UVA-Strahlen fast ungehindert durch, und UVB-Strahlen gelangen teilweise bis zur Erdoberfläche.
Sonnenschutzmittel nutzen UV-Filter, um schädliche Strahlen abzuwehren. Dabei gibt es zwei Arten von Filtern: organische (chemische) und physikalische (mineralische) Filter. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich Octocrylen, eines chemischen Filters, der sich zu Benzophenon zersetzen kann – einer potenziell schädlichen Substanz. Experten raten zur Vorsicht beim langfristigen Gebrauch von Produkten, die diesen Stoff enthalten.
Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger die Haut der Sonne ausgesetzt sein kann, bevor sie einen Sonnenbrand entwickelt – im Vergleich zu ungeschützter Haut. Doch die Wirksamkeit hängt von der richtigen Anwendung ab. Für eine vollständige Körperbedeckung benötigen Erwachsene etwa vier gehäufte Esslöffel Sonnencreme, was etwa zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut entspricht. Der europäische Kosmetikverband COLIPA hat zudem das „UVA-Siegel“ eingeführt, um Produkte mit ausreichendem UVA-Schutz zu kennzeichnen.
In Deutschland zeigen sich die Folgen der UV-Belastung deutlich: Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs stieg von unter 42.000 Fällen im Jahr 2013 auf über 100.000 im Jahr 2023. Dieser Anstieg unterstreicht die wachsende Bedrohung durch UV-bedingte Erkrankungen, insbesondere da der Klimawandel die Sonneneinstrahlung intensiviert.
Angesichts steigender Hautkrebszahlen sind der richtige Sonnenschutz und das Bewusstsein für UV-Risiken unerlässlich. Eine korrekte Anwendung, die Wahl der passenden Filter und das Wissen um die Grenzen des LSF können Schäden verringern. Das „UVA-Siegel“ hilft bei der Identifizierung sicherer Produkte, doch der beste Schutz bleibt nach wie vor, längere Sonneneinstrahlung zu meiden.






