15 April 2026, 22:27

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – was steckt hinter dem Crash?

Eine Liniengrafik, die Trends in der US-Öl/Petroleum-Produktion, -Einfuhren und -Exporten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – was steckt hinter dem Crash?

Thyssenkrupp-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro

Der Aktienkurs von Thyssenkrupp ist auf ein neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro gefallen – ein Rückgang von fast 44 Prozent seit dem Höchststand im Oktober. Der Industriekonzern kämpft mit steigenden Produktionskosten und harter Konkurrenz durch billige Importe, was den Druck auf die Aktienperformance weiter erhöht.

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In den vergangenen Wochen haben sich die finanziellen Probleme des Unternehmens verschärft. Allein in den letzten 30 Tagen verlor die Aktie etwa 31 Prozent an Wert. Ein Hauptgrund ist der starke Anstieg der Ölpreise: Die Nordsee-Sorte Brent kostet mittlerweile rund 113 Dollar pro Fass, während OPEC-Öl auf 143 Dollar geklettert ist. Die höheren Kosten belasten die Geschäfte von Thyssenkrupp, insbesondere am französischen Produktionsstandort, wo bereits Produktionskürzungen umgesetzt wurden.

Unterdessen hat Bundeskanzler Friedrich Merz Zweifel am gesetzlich festgelegten Kohleausstieg bis 2038 geäußert. Die Regierung konzentriert sich stattdessen auf die Entlastung der Verbraucher und bereitet ein "Spritpreis-Entlastungspaket" vor. Zudem sollen Teile der nationalen Ölreserven freigegeben werden. Ohne einen Rückgang der Ölpreise oder eine Verringerung des Importdrucks dürfte die Thyssenkrupp-Aktie jedoch weiter unter starkem Druck bleiben.

Die Schwierigkeiten des Konzerns verschärfen sich durch die anhaltende Konkurrenz durch günstige Importe, die seine Marktposition untergraben. Analysten warnen, dass sich der Abwärtstrend des Aktienkurses fortsetzen könnte, sollten sich die Rahmenbedingungen nicht verbessern.

Thyssenkrupp steht damit vor einer herausfordernden Zukunft: Die Ölpreise und der Importwettbewerb zeigen keine Anzeichen für eine baldige Entspannung. Zwar könnten die geplanten staatlichen Entlastungsmaßnahmen etwas Unterstützung bieten, doch eine finanzielle Erholung des Unternehmens hängt maßgeblich von grundlegenden Marktveränderungen ab.

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