Tankrabatt ab Mai: Sprit wird günstiger – doch Lieferengpässe drohen
Ab 1. Mai: Spritpreise sinken dank staatlichem Tankrabatt – doch Versorgungsengpässe drohen
Autofahrer in Deutschland können sich bald über eine Entlastung an der Zapfsäule freuen: Ab dem 1. Mai tritt die vom Bund beschlossene Spritpreissenkung in Kraft. Für zwei Monate wird die Mineralölsteuer um 17 Cent pro Liter reduziert. Doch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und Lieferprobleme sorgen bereits jetzt für neue Turbulenzen an den Tankstellen im ganzen Land.
In den vergangenen Wochen sind die Spritpreise stark angestiegen, was viele Autofahrer vor hohe Kosten stellt. Allein am 30. April schnellten die Dieselpreise mittags im Schnitt um 17,7 Cent pro Liter in die Höhe. Der plötzliche Anstieg folgt auf eine neue Regelung: Seit Anfang April dürfen Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich – um 12 Uhr mittags – anpassen.
Auch die weltweiten Ölpreise ziehen an, getrieben vom eskalierenden Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran. Die Blockade der Straße von Hormus hat wichtige Versorgungsrouten unterbrochen und die Kosten weiter in die Höhe getrieben. Einige Tankstellen melden bereits Engpässe – so ging in Wolfenbüttel einer Station der E10-Sprit aus, weil es regional zu Lieferproblemen kam.
Der bevorstehende Tankrabatt könnte zwar die Belastung für Autofahrer verringern, doch Branchenexperten warnen vor einem Run auf die Tankstellen. Sollte die Nachfrage stark ansteigen, könnten in den kommenden Tagen weitere Versorgungsengpässe drohen.
Die Steuerermäßigung des Bundes wird die Spritpreise ab dem 1. Mai zwar vorübergehend senken, doch die anhaltenden Lieferprobleme und geopolitischen Spannungen lassen befürchten, dass die Herausforderungen an den Zapfsäulen bestehen bleiben. Die Tankstellen werden die Preise weiterhin täglich anpassen – die nächsten Änderungen sind wieder mittags zu erwarten.






