01 May 2026, 08:36

SPD wirft Bildungsministerin Prien Bruch des Koalitionsvertrags vor

Ein historisches Poster-Kartenbild von Europa während der Schlacht von Leipzig, unterteilt in Abschnitte für Europa und Frankreich, mit nummerierten Regionen und beschrifteten geografischen Merkmalen.

SPD wirft Bildungsministerin Prien Bruch des Koalitionsvertrags vor

Ein Streit ist zwischen der SPD und Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) über geplante Kürzungen beim Programm "Demokratie leben!" entbrannt. Die Sozialdemokraten werfen Prien vor, mit den Einschnitten gegen den Koalitionsvertrag zu verstoßen und zivilgesellschaftliche Gruppen gezielt zu benachteiligen. SPD-Sprecher Felix Döring kritisierte den Schritt scharf als Angriff auf demokratische Werte.

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Auslöser des Konflikts war die Ankündigung von Priens Ministerium, die Förderung für die Initiative "Demokratie leben!" zu reduzieren. Döring warf der Ministerin vor, die Mittelkürzungen als Strafe gegen zivilgesellschaftliche Organisationen einzusetzen, die Regierungspolitik infrage stellen. Zudem verurteilte er Priens Bezeichnung von Programm-Expert:innen als "links" als respektlos und haltlos.

Die SPD besteht darauf, dass mögliche Änderungen am Programm im Rahmen der Koalitionsverhandlungen hätten ausgehandelt werden müssen. Döring betonte die Bedeutung öffentlicher Kritik für eine lebendige Demokratie und verteidigte das Recht zivilgesellschaftlicher Gruppen auf Protest. Besonders unterstützte er deren Widerstand gegen jüngste Vorhaben der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.

Prien hat sich bisher nicht direkt zu den Vorwürfen geäußert. Das Programm "Demokratie leben!", das sich für bürgerschaftliches Engagement und politische Bildung einsetzt, steht nun vor einer ungewissen Zukunft, während der Streit anhält.

Die Vorwürfe der SPD verdeutlichen die Spannungen innerhalb der Koalition über demokratische Teilhabe und Fördergelder. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, könnten sie das Verhältnis zwischen Zivilgesellschaft und staatlich geförderten Initiativen nachhaltig verändern. Das Ergebnis könnte zudem eine Vorgabe dafür schaffen, wie künftige Konflikte um öffentliche Programme gelöst werden.

Quelle