SPD fordert Aussetzung der Schuldenbremse wegen Iran-Kriegsfolgen – CDU lehnt ab
Lidia HartungSPD fordert Aussetzung der Schuldenbremse wegen Iran-Kriegsfolgen – CDU lehnt ab
Im Bundestag ist eine Debatte über die deutsche Schuldenbremse entbrannt, nachdem SPD-Chef Matthias Miersch deren vorübergehende Aussetzung vorgeschlagen hat. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit wachsender Spannungen angesichts der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts. CDU-Vertreter lehnten den Plan umgehend als verantwortungslos ab.
Miersch begründete seinen Vorschlag damit, dass der Iran-Krieg globale Lieferketten durcheinandergebracht habe, was eine temporäre Lockerung der Schuldengrenzen rechtfertige. Er warnte vor schweren wirtschaftlichen Konsequenzen, falls nicht gehandelt werde. Unterstützung erhielt er von Dirk Wiese, dem Bundestagsdirektor für Parlamentsangelegenheiten.
Wiese wies die CDU-Kritik zurück und bezeichnete den Schritt als "zukunftsorientierte Krisenvorsorge". Er verwies auf wochenlange Engpässe an Tankstellen, in der Aluminiumproduktion und bei der Heliumversorgung. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann konterte, die Idee sei "politische Bequemlichkeit" – neue Schulden seien keine Lösung.
Wiese blieb standhaft und teilte Mierschs Risikobewertung. Er betonte, dass die wirtschaftlichen Schäden durch den Zusammenbruch der Lieferketten entschlossenes Handeln erforderten.
Der SPD-Vorschlag stößt nun auf Widerstand der CDU, was einen Konflikt über die Finanzpolitik anheizt. Bei einer Zustimmung würde die Aussetzung Deutschland ermöglichen, mehr Kredite aufzunehmen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs abzufedern. Die Debatte offenbart tiefe Gräben darüber, wie die Krise zu bewältigen ist.






