Solaris baut Führungsetage um – neue Strategie nach 140-Millionen-Investition
Ekkehard ScheelSolaris baut Führungsetage um – neue Strategie nach 140-Millionen-Investition
Solaris, Europas führende Plattform für Embedded Finance, hat in den vergangenen Monaten bedeutende Veränderungen in der Führungsetage erlebt. Nach einer Finanzierungsrunde über 140 Millionen Euro zu Beginn des Jahres 2025, die neue Eigentümer mit sich brachte, wurde das Management-Team des Unternehmens umstrukturiert. Mehrere Schlüsselpositionen wurden inzwischen mit erfahrenen Bankfachleuten besetzt.
Im Februar 2025 sicherte sich Solaris im Rahmen seiner Series-G-Finanzierungsrunde 140 Millionen Euro. Durch die Investition erwarb die japanische SBI Financial Group die Mehrheit am Unternehmen. Yoshitaka Kitao, Vorstandsvorsitzender von SBI Holdings, führt die Firma nun an, während Yasuhiro Fujiki den Vorsitz im Aufsichtsrat von Solaris übernahm.
Bis Ende 2025 hatte Carsten Höltkemeyer seinen Posten als CEO geräumt. Sein Nachfolger, Steffen Jentsch, wechselte von der flatexDEGIRO Bank AG zu Solaris, wo er zuvor als Chief Information Officer und Chief Process Officer tätig gewesen war.
Auch in der Risikomanagement-Sparte gab es einen Wechsel: Ansgar Finken verließ seine Position als Chief Risk Officer (CRO), woraufhin Matthias Heinrich die Nachfolge antrat. Heinrich, wie auch Jentsch, brachte Erfahrung aus Führungspositionen bei der flatexDEGIRO Bank AG mit, darunter als CRO und Mitglied des Vorstands.
Im März 2026 strich Solaris 80 Stellen. Berichte deuten auf strategische und personelle Neuausrichtungen hin, insbesondere im Bereich künstliche Intelligenz, doch wie sich diese Veränderungen auf die Marktposition in Deutschland oder auf Partnerschaften – etwa mit dem ADAC – auswirken, bleibt vorerst unklar.
Unter der neuen Führung mit Steffen Jentsch als CEO und Matthias Heinrich im Risikomanagement setzt Solaris seinen Kurs fort. Die jüngste Kapitalerhöhung und Umstrukturierung lassen auf eine strategische Neuausrichtung schließen, doch die genauen Auswirkungen auf das Geschäft sind noch nicht absehbar. Der Fokus liegt derzeit auf internen Anpassungen und der langfristigen Planung.






