27 April 2026, 14:33

Schafherde in Thüringen nach mutmaßlichem Wolfsangriff schwer getroffen

Eine bewaldete Landschaft mit einer Herde Schafe im Vordergrund, umgeben von Bäumen und Pflanzen, und Text unten.

Schafherde in Thüringen nach mutmaßlichem Wolfsangriff schwer getroffen

Schafhirte in Urnshausen findet sechs tote und zwei schwer verletzte Mutterschafe in seiner Herde

Der Schafmeister Egon Specht machte am Sonntagmorgen einen düsteren Fund: Sechs seiner Mutterschafe waren tot, zwei weitere schwer verletzt. Die Tiere wiesen tiefe Bisswunden auf, weshalb die Familie einen Wolfsangriff vermutet. Vor Ort wurden Proben entnommen, um den Verdacht zu bestätigen. Die zuständigen Behörden am Thüringer Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse im Umweltministerium wurden informiert.

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Jedes verlorene Schaf steht für Jahre sorgfältiger Zucht und Pflege – der Vorfall bedeutet für die Familie Specht einen schweren Rückschlag. Die Schafhalter betonten zudem ihre wichtige Rolle bei der Erhaltung der offenen Kulturlandschaft der Rhön durch ihre Arbeit.

Der Angriff hat bei Thüringer Nutztierhaltern die Forderung nach klareren gesetzlichen Regelungen im Umgang mit sogenannten Problemwölfen neu entfacht. Insgesamt wurden sechs Mutterschafe so schwer verletzt, dass sie tierärztlich versorgt werden mussten.

Die Familie Specht steht nach dem mutmaßlichen Wolfsangriff nun vor finanziellen und emotionalen Belastungen. Die offizielle Bestätigung, ob tatsächlich ein Wolf der Angreifer war, steht noch aus. Unterdessen wächst unter lokalen Landwirten der Druck auf strengere Regelungen im Wolfsmanagement.

Quelle