S-Bahn Leipzig fährt 2027 mit massivem Taktausbau und neuen Strecken an
Ekkehard ScheelS-Bahn Leipzig fährt 2027 mit massivem Taktausbau und neuen Strecken an
Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat eine bedeutende Ausweitung des S-Bahn-Angebots für den Fahrplan 2027–2030 genehmigt. Die Änderungen sehen mehr Züge auf mehreren wichtigen Strecken vor und sollen die Überlastung durch steigende Fahrgastzahlen verringern. Die Finanzierung der Aufrüstungen stammt aus nicht genutzten Budgets, die durch Bauverzögerungen der DB InfraGO AG entstanden sind.
Die größten Veränderungen betreffen die Linie S4. Hier werden künftig sechs zusätzliche Wochentags-Rundfahrten und drei am Wochenende zwischen Torgau und Falkenberg verkehren. Zwei dieser Verbindungen werden zudem von Taucha bis Torgau verlängert. Darüber hinaus nimmt ein neuer S4-Zug die Strecke Torgau–City-Tunnel Leipzig (CTL)–Wurzen in Betrieb, während die Linie S5 eine zusätzliche Verbindung zwischen Leipzig-Connewitz, dem CTL und Halle (Saale) erhält.
Auf der Linie S1 gibt es vier weitere Rundfahrten zwischen Leipzig Miltitzer Allee, dem CTL und Leipzig-Stötteritz. Die Linie S3 wird um zwei zusätzliche Rundkurse zwischen Halle (Saale), Schkeuditz, dem CTL und Borna erweitert. Diese Ausweitungen gelten ab Dezember 2026 bis Dezember 2030.
Eine weitere wichtige Neuerung ist die Verlängerung der Linie S2. Ab Dezember 2026 fahren die Züge über Leipzig-Connewitz hinaus bis Markkleeberg-Gaschwitz. Zudem billigte der ZVNL einen Maßnahmenplan zur Modernisierung der Bahnhöfe, mit Schwerpunkt auf Barrierefreiheit und verbesserten Bike-and-Ride-Angeboten.
Als Hauptgrund für den erhöhten Kapazitätsbedarf nannte die Versammlung das 49-Euro-Ticket. Durch häufigere Verbindungen soll die Überfüllung auf stark frequentierten Strecken zu Stoßzeiten verringert werden.
Der neue Fahrplan bringt dutzende zusätzliche Verbindungen im gesamten Netz mit sich. Fahrgäste können ab Ende 2026 mit besseren Anschlüssen und weniger Gedränge rechnen. Die Verbesserungen bleiben mindestens bis 2030 bestehen, begleitet von laufenden Aufwertungen der Bahnhofsinfrastruktur.






