Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen – Kartellamt prüft Mega-Fusion
H.-Dieter HuhnRheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen – Kartellamt prüft Mega-Fusion
Die Rheinische Post steht kurz davor, die westfälischen Tageszeitungen und deren digitale Plattformen zu übernehmen. Der Anfang März bekannt gegebene Deal wird die größte Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen schaffen. Die Wettbewerbsbehörden prüfen die Fusion nun nach Kartellrecht.
Das Bundeskartellamt wird die Auswirkungen auf den Leser- und Werbemarkt untersuchen. Eine Bewertung, wie sich der Zusammenschluss auf die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Leser auswirken könnte, ist jedoch nicht vorgesehen.
Die Übernahme ist Teil eines branchenweiten Trends: Immer mehr Medienhäuser schmieden sich zu großen Konzernen zusammen und bündeln so die Eigentumsverhältnisse über mehrere Regionen hinweg.
Nach Abschluss der Transaktion wird die Rheinische Post den Tageszeitungsmarkt in Nordrhein-Westfalen dominieren. Die fusionierte Gruppe wird die höchste Auflage aller Verlage im Land erreichen.
Die Fusion bedarf noch der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden. Falls sie bewilligt wird, würde dies die Medienkonzentration in der Region weiter verstärken. Die Entscheidung hängt dabei von den Marktauswirkungen ab – nicht von der redaktionellen Vielfalt.






