19 March 2026, 12:34

Revolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und fehlerfreier machen

Ein Schweißer in Schutzausrüstung verwendet eine Schweißmaschine an einem Metallstück, mit Werkzeugen und Gegenständen, die auf dem Boden verstreut sind.

Revolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und fehlerfreier machen

Forscherinnen und Forscher des Laser Zentrums Hannover (LZH) entwickeln ein neues Schweißverfahren für dicke Metallplatten, wie sie im Schiffbau eingesetzt werden. Das vom Bund geförderte Projekt zielt darauf ab, die Effizienz zu steigern und Produktionsfehler zu reduzieren. Ein zentrales Element ist ein digitaler Zwilling, der den Schweißprozess in Echtzeit überwacht und nachverfolgt.

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Das Team arbeitet an einem Mehrstrahl-Laserschweißverfahren mit individuell anpassbarer Strahlformung. Dieser Ansatz soll hochwertige, rissfreie Schweißnähte an Metallen mit einer Stärke von bis zu 30 Millimetern ermöglichen. Durch den Einsatz mehrerer Laserstrahlen lässt sich die Anzahl der Schweißlagen verringern – und damit auch die Produktionszeit sowie der Materialabfall.

Parallel zur neuen Schweißtechnik entwickelt das LZH ein System mit digitalem Zwilling, das jeden Arbeitsschritt dokumentiert. Dadurch sollen Fehlerquoten sinken und der Bedarf an manuellen Kontrollen reduziert werden. Beide Innovationen sind für den künftigen Einsatz in Werften und maritimen Fertigungslinien konzipiert.

Die Arbeiten sind Teil von DIGIMAR, einem Verbundprojekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. Ziel ist es, fortschrittliche Schweiß- und Qualitätssicherungssysteme in die industrielle Schiffbauproduktion zu überführen.

Bei Erfolg könnten das neue Schweißverfahren und der digitale Zwilling die Schiffsproduktion deutlich effizienter gestalten. Fabriken würden weniger Zusatzwerkstoff, Schutzgas und Prüfzeit benötigen. Die Technologie soll in den kommenden Jahren von maritimen Herstellern übernommen werden.

Quelle