Reichstags-Sanierung: Tausende Kilometer Kabel für mehr IT-Sicherheit gegen Cyberangriffe
Lidia HartungReichstags-Sanierung: Tausende Kilometer Kabel für mehr IT-Sicherheit gegen Cyberangriffe
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat Pläne für eine umfassende Sanierung des Reichstagsgebäudes vorgestellt. Das Vorhaben zielt darauf ab, die IT-Sicherheit zu stärken und den Schutz vor Cyberangriffen zu verbessern. Über mehrere Jahre hinweg sollen tausende Kilometer Kabel ersetzt und die digitale Infrastruktur modernisiert werden.
Im Rahmen der Sanierung werden rund 3.800 Kilometer Kupferkabel – eine Länge, die den gesamten Grenzverlauf Deutschlands entspricht – sowie 300 Kilometer Glasfaserkabel ausgetauscht. Zudem werden Hunderte Server und 300 Datenverteilungseinheiten auf den neuesten Stand gebracht. Klöckner bezeichnete das Projekt als eine "monumentale Aufgabe", die umfangreiche Bauarbeiten erfordere.
Drei Leitprinzipien stehen im Mittelpunkt des Vorhabens: Sicherheit, Souveränität und Serviceorientierung. Der digitale Zugang soll streng kontrolliert werden, um unautorisierte Datennutzung zu verhindern. Ziel ist es, die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu verringern und die Widerstandsfähigkeit gegen Systemausfälle zu erhöhen.
Klöckner hofft, dass die Fraktionen die digitale Strategie bald billigen, damit die Arbeiten noch vor dem Sommer beginnen können. Zudem erwartet sie bis Jahresende eine Einigung über das Bundestagspolizeigesetz, um die Modernisierungsmaßnahmen zu unterstützen.
Die digitale Modernisierung des Reichstags wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die IT-Systeme des Gebäudes deutlich sicherer und weniger anfällig für Cyberbedrohungen sein. Strengere Zugangskontrollen und eine modernisierte Infrastruktur bilden das Rückgrat der neuen Abwehrmechanismen.






